News – Ring Award

Verleihung des Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich (c) Bernd Weyringer

Schöner Anlass!

1997 entstand im WAGNER FORUM GRAZ unter dem Vorsitzenden Heinz Weyringer die Idee, mit dem RING AWARD einen internationalen Musiktheaterwettbewerb ins Leben zu rufen, der sein Augenmerk im Gegensatz zu anderen ähnlichen Wettbewerben auf die Regiearbeit und auf die Bühnengestaltung richtet. Als nach wie vor weltweit einzige Institution ihrer Art bietet der RING AWARD jungen NachwuchskünstlerInnen eine professionelle Plattform für praxisnahes Arbeiten, um deren Vorstellungen vom heutigen Musiktheater ein internationales Echo zu verschaffen.

Intendant Heinz Weyringer wurde nun für seine jahrelange intensive Förderung des kreativen Innovationspotenzials im zeitgenössischen Musiktheater von Bundespräsident Heinz Fischer mit dem Goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet. Am 10. Juni wurde Heinz Weyringer diese bedeutende staatliche Auszeichnung von Landeshauptmann Franz Voves in der Aula der Alten Universität Graz übergeben.
Schon 2010 erhielt Heinz Weyringer das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Die Laudatio von Landeshauptmann Franz Voves zur Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens für die Verdienste um die Republik Österreich an Heinz Weyringer finden Sie HIER.

 

Marilyn Monroe

Being Marilyn

Mit „DISPLACE MARILYN MONROE“ nähert sich Christoph Rodatz gemeinsam mit dem Kollektiv I CAN BE YOUR TRANSLATOR der Ikone Marilyn Monroe, die auch 50 Jahre nach ihrem Tod nichts an Glanz, Reiz und Widersprüchlichkeit eingebüßt hat. Dabei entsteht ein heterogenes und tragikomisches Szenario aus Choreographien, Narrationen, Improvisationen und szenischen Elementen, in dem diese immer noch präsente Legende den Akteuren als Projektionsfläche für die Auseinandersetzung mit der eigenen Selbst- und Fremdwahrnehmung dient und die Zerrissenheit dieser Frauenfigur förmlich greifbar werden lässt. Christoph Rodatz, der am RING AWARD 2000 teilgenommen hat, arbeitet zwischen experimentellem Musiktheater, Videokunst und Kabarett und lehrt mittlerweile an der FH Dortmund im Fachbereich Design.

„DISPLACE MARILYN MONROE“ zu sehen am Haus der Jugend Barmen (14.06.) & Schauspiel Dortmund (17.06.).

Madama Butterfly

‚Madama Falstaff‘

Der steirische Bühnenbildner Nicolaus Webern, der beim RING AWARD 2011 mit Regisseur Morten K. Roesen und Kostümbildnerin Carla Caminati den ring.award.off gewonnen hat, taucht ab 13. Juni 2015 in die Tiefen einer legendären fernöstlichen Romanze ab. Am Theater Regensburg zeichnet er verantwortlich für die Bühne von „MADAMA BUTTERFLY“, die wohl empfindungsreichste Oper Puccinis.

RING AWARD-Jurymitglied und Intendant Peter Spuhler holt Webern danach ans Staatstheater Karlsruhe, wo er die Bühne für Verdis „FALSTAFF“ gestaltet. Premiere am 12. Juli 2015.

Isabel Ostermann © Thomas Bartilla

GÖTTLICH & RUSTIKAL: ‚DER DOPPELTE LIEBESGARTEN‘

Vom 12. bis 28. Juni 2015 laden die Musikfestspiele Potsdam Sanssouci ihre Besucher auf einen musikalischen Streifzug durch die Schlösser und Gärten von Potsdam ein, der Hörgenuss, Augenlust und Sinnenfreude gleichermaßen im Zusammenspiel der Künste vereint.

Isabel Ostermann, Finalistin in der ersten Ausgabe des RING AWARD 1997 und Assistentin von Regiegrößen wie u. a. Peter Konwitschny, Christoph Marthaler, Christoph Schlingensief und Andreas Homoki, wirkt mittlerweile als Persönliche Referentin des Intendanten Jürgen Flimm und als Künstlerische Produktionsleiterin der Werkstatt im Schiller Theater an der Staatsoper Unter den Linden. Neben ihrer mannigfaltigen Regietätigkeit fungiert sie auch als Jurymitglied bei mehreren renommierten Gesangs- und Regiewettbewerben.

Am 13. Juni bringt sie im Zuge des Potsdamer Musikfestivals Alessandro Scarlattis Minioper „IL GIARDINO D’AMORE“ sowie Johann Sebastian Bachs „BAUERNKANTATE“ auf die Bühne der Schinkelhalle, des berühmten historischen Reitstalls nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel.

Am 16. Juni gibt es dann nochmals die Gelegenheit, Ostermanns Inszenierungen von „EUROPERAS III & IV“ an der Staatsoper im Schiller Theater zu erleben, in denen man Komponist John Cage als Vordenker der Avantgarde und spiritus rector der Fluxusbewegung musikalisch nachspüren kann. 

Kirschgarten © Chris Rogl

IN VOLLER BLÜTE

Esther Muschol, RING AWARD 05-Semifinalistin, die von Presse wie auch Publikum für ihre Österreichische Erstaufführung der Bühnenfassung von Juli Zehs Kriminalroman „SCHILF“ am Kosmostheater gefeiert wurde und auch mit der erotisch-letalen Ménage-à-trois „DER WEIBSTEUFEL“ am Theater Phönix in Linz begeistern konnte, widmet sich nun am Schauspielhaus Salzburg Anton Tschechows letztem Bühnenstück.

Tschechows „DER KIRSCHGARTEN“ vermittelt eine Ahnung von Abschied, Untergang und Tod, ist aber gleichzeitig eines seiner komödiantischsten und groteskesten Stücke. Der russische Autor verknüpft hier die ökonomische und politische Gesellschaftsanalyse mit der Darstellung des tragisch verfehlten Lebens seiner Figuren und ahnt damit die Zeitenwende des 20. Jahrhunderts voraus.

Premiere am 7. Mai 2015.

COSI FAN TUTTE (c) OPÉRA NATIONAL DE LORRAINE

Liebe, Ehe, unendliche Treue

Der holländische Regisseur Jim Lucassen gewann mit seinem Inszenierungskonzept zu Verdis “RIGOLETTO” beim RING AWARD 08 den Sonderpreis des Theater Heidelberg. Seinen vielversprechenden Entwurf präsentierte er an der Oper Graz und der Komischen Oper Berlin. Mit zwei weiteren RING AWARD Teams wagte Lucassen auch den Sprung über den Atlantik und präsentierte im Dezember 2008 sein Konzept in New York auf Einladung des Austrian Cultural Forum New York (acfny) vor Gästen des acfny, der NY Wagner Society und der MET.

Nun zeichnet er, mit Premiere am 10. Mai 2015, für die Regie von Mozarts “COSI FAN TUTTE” an der Opéra de Limoges verantwortlich, die bereits 2012 an der Opéra National de Lorraine in Nancy für Begeisterung sorgte.

Christiane Lutz, Natascha Maraval (c) Atelier 9

Harte Zeiten für den Tod

Das RING AWARD 14-Team Christiane Lutz und Natascha Maraval, das beim großen Finale im Schauspielhaus Graz mit dem Zusatzpreis der RING AWARD-Jury (2.000 Euro) sowie mit einem Inszenierungsangebot am Theater an der Wien (RINALDO) prämiert wurde, gastieren in der Spielzeit 2015/16 an der Semperoper Dresden. Dort bringen sie DER KAISER VON ATLANTIS auf Semper 2, die Studiobühne der Semperoper (Premiere am 19. Februar 2016). Der Komponist und Schönberg-Schüler Viktor Ullmann thematisierte 1943 in seiner Kammeroper allegorisch den Wahn des Nationalsozialismus und warf dabei schonungslos brennende Fragen seiner Zeit auf. Er wurde am 16. Oktober 1944 nach Auschwitz deportiert, wo er in der Gaskammer ermordet wurde.

Nora Schmid & Heinz Weyringer

Nora Schmid lenkt ab nun die Geschicke der Oper Graz

Die Oper Graz, seit Beginn des RING AWARD treuer Kooperationspartner sowie mit der Montagehalle jeweils der Austragungsort des Semifinales, zählt zu den renommiertesten Opernhäusern im deutschsprachigen Raum und wurde bei den Internationalen Opera Awards dieses Jahres in der Kategorie ‚bestes Opernensemble‘ nominiert.

Am 14. April 2015 stellten nun die designierte Intendantin der Oper Graz, Nora Schmid, Chefdirigent Dirk Kaftan und der designierte Ballettdirektor Jörg Weinöhl der Fachpresse das Programm für die kommende Saison 2015/16 vor.

Kulturgespräch mit Nora Schmid

Am selben Tag bot sich für ein interessiertes Publikum zusätzlich die besondere Gelegenheit, mehr über den neuen Spielplan der Grazer Oper sowie über die Zielsetzungen der Intendanz von Nora Schmid zu erfahren: Heinz Weyringer, Intendant des RING AWARD und Vorsitzender des WAGNER FORUM GRAZ, lud zu einem exklusiven Kulturgespräch zu sich nachhause ein, bei dem Nora Schmid unter der Gesprächsführung von Kleine Zeitung-Kulturredakteur Ernst Naredi-Rainer über ihre künstlerischen Pläne, Wünsche und Träume Auskunft gab.

Von der Barockmusik bis zur Uraufführung

Das Grazer Publikum darf sich auf viel Neues, teilweise hier noch nie Gespieltes, aber auch auf manches Bekannte und Bewährte freuen: Auf der Hauptbühne werden zehn Produktionen und eine konzertante Opernaufführung zu erleben sein, auf der Studiobühne wird es drei Produktionen geben. Das Programm ist durchwegs von neuen Regiehandschriften geprägt.

In ihrer ersten Saison an der Oper Graz möchte Nora Schmid auch inhaltliche Bezüge zur Stadt herstellen: „Zusammen mit meinen künstlerischen Partnern habe ich für meine erste Saison an der Oper Graz einen farbenreichen Spielplan entwickelt, der musikalisch und thematisch auf Graz zugeschnitten ist. Ich wünsche mir, dass die Geschichten, die wir dem Grazer Publikum präsentieren werden, anregen, für Gesprächsstoff sorgen, berühren, womöglich irritieren, aber auch unterhalten.“

RING AWARD ON TOUR

RING AWARD ON TOUR

Wie inszeniert man eigentlich „DER FREISCHÜTZ“?

Drei junge Teams des RING AWARD 14 folgten der Einladung von Peter Spuhler, Generalintendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe und langjähriges RING AWARD-Jurymitglied, und stellten ihre kreativen Ideen und Inszenierungskonzepte zum „FREISCHÜTZ“ vor. Mit einer Gruppe international renommierter Theaterexperten wurde angeregt darüber diskutiert, wie man dieses Werk auf die Bühne bringen kann. Die teilnehmenden RING AWARD-Teams waren die Semifinalistinnen Daniela Kerck (D) & Hannah König (A) und Sandra Pocceschi (F) & Cristina Nyffeler (CH) sowie die Gewinner des RING AWARD 14, Verena Stoiber (D) & Sophia Schneider (D). Die gelungene und innovative Veranstaltung wurde sehr positiv aufgenommen und festigte die Kooperation zwischen Staatstheater Karlsruhe und RING AWARD. 

Mehr dazu HIER

David-Hermann

AMORE E MORTE

Der deutsche-französische Regisseur David Hermann, der 2000 beim großen RING AWARD-Finale mit seiner Interpretation von Wagners „PARSIFAL“ den ersten Preis für sein Team verbuchen konnte, inszeniert nun „LA TRAVIATA“ an der Oper Zürich.  Schon zuvor inszenierte er an namhaften Häusern, u. a. an der Oper Bonn, Oper Frankfurt, Deutschen Oper Berlin, am Staatstheater Nürnberg, Luzerner Theater, Theater Basel, an der Semperoper Dresden und am Teatro Real in Madrid. Mit seiner Inszenierung von Mozarts „ASCANIO IN ALBA“, einer Produktion des Nationaltheaters Mannheim, gab er sein Debüt bei den Salzburger Festspielen. Nun widmet er sich Verdis wohl populärster Oper, deren Musik mit nicht zu überbietender Kraft zwischen den Polen Liebe und Tod oszilliert.

Premiere am 18. April 2015. 

Ariadne auf Naxos von Evelyn De Morgan

KOMPONIST VS. DICHTER / TRAGÖDIE VS. KOMÖDIE

Holger Müller-Brandes ging 1997 als allererster Gewinner aus dem RING AWARD hervor und startete danach

eine internationale Karriere als angesehener Regisseur. Als Spezialist für zeitgenössisches Musiktheater (u. a. „DIE PASSAGIERIN“ am Staatstheater Karlsruhe, die Unterwasseroper „DIE FARBE DES WASSERS“ im Stadtbad Berlin-Neukölln) widmet er sich aber auch immer wieder dem klassischen Repertoire wie z. B. den Mozart-Opern „Così fan tutte“ und „Die Entführung aus dem Serail“, „La Cenerentola“ von Rossini, Webers „Der Freischütz“, Wagners „Der fliegende Holländer“ und der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Humperdinck.

Ab 19. April gibt es in seiner Regie Strauss’ „ARIADNE AUF NAXOS“ am Theater Luzern zu erleben.

Der Goldene Hahn

DER GOLDENE HAHN

Nikolaus Webern, der 2011 mit seinem Bühnenbildkonzept zur Neubearbeitung der Operette “DIE FLEDERMAUS“ den ring.award off gewinnen konnte, taucht nun am Saarländischen Staatstheater Saarbrücken gemeinsam mit Regisseur Johannes Pölzgutter in Alexander Puschkins traumhafte Märchenwelt ein. Er entwirft das Setting zu Nikolai Rimski-Korsakows Oper „DER GOLDENE HAHN“, die russische Folklore mit einer verzaubernden Märchenwelt, Fantastisches mit Alltäglichem verschmelzen lässt. Als zugleich beißende Satire wirft dieses russische Kleinod nach Puschkins gleichnamigem Märchen einen schonungslosen Blick auf militärische Unfähigkeit, aristokratische Dummheit und politische Korruption.
Premiere am 14. März 2015

L'Enfant et les Sortilèges

Aus der Sicht eines Kindes

Die französische Regisseurin Sandra Pocceschi, die gemeinsam mit ihrer schweizerischen Teamkollegin Cristina Nyffeler nur knapp den Einzug ins Finale des RING AWARD 14 verpasst hat, zeigt nun an der Opéra National de Montpellier ihre Interpretation von Ravels „L’ENFANT ET LES SORTILÈGES“. Maurice Ravels von Jazz und Unterhaltungsmusik beeinflusstes Opernkleinod zeigt eine Revue gegensätzlicher Episoden und Stile, voller Lebenslust und Poesie aus der Sicht eines Kindes.
Premiere am 26. Februar.

Salome © Thilo Beu

Kopf ab!

Die ungarische Regisseurin und Bühnenbildnerin Magdolna Parditka gewann beim RING AWARD 2005 zusammen mit ihren Teamkollegen Anna Malunat und Jan Kattein den Ring Award, den Preis des Landes Steiermark sowie den Preis der Stadt Graz.

Zusammen mit Regisseurin Alexandra Szemerédy eröffnete Magdolna Parditka 2013 die neue Spielzeit an der Oper Bonn mit George Benjamins „WRITTEN ON SKIN“. Unmittelbar davor war ihre Nominierung für den Faust-Preis des Deutschen Bühnenvereins in der Sparte „Regie Musiktheater“ bekannt gegeben worden. Das unkonventionelle Regieteam verbindet seit ihrer gemeinsamen musikalischen Ausbildung am Béla Bartók Konservatorium in Budapest eine enge künstlerische Zusammenarbeit. Nun führt es beide wieder an die Oper Bonn, an der sie für die Regie und Ausstattung bei Richard Strauss’ „SALOME“ verantwortlich zeichnen.

Premiere am 01. Februar 2015

 

Der Freischütz © Katrin Ribbe

Ins Schwarze getroffen

Die deutsche Ausstatterin Kathrin Lea Tag, Gewinnerin des RING AWARD 2007, arbeitete schon an namhaften Opern- und Theaterhäusern (u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Burgtheater Wien, an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, am Königlich Dramatischen Theater in Stockholm, am Schauspiel Frankfurt, an der Oper Frankfurt, an der Staatsoper Hannover, an der English National Opera in London, an der Komischen Oper in Berlin, an der LA Opera u. v. a.); zusammen mit ebenso renommierten Regisseuren (u. a. Intendant der Komischen Oper Berlin und RING AWARD-Jurymitglied Barrie Kosky sowie Christiane Pohle und Dimiter Gotscheff, dessen „IWANOV“-Inszenierung wurde 2006 sogar zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde).

In einer weiteren Zusammenarbeit mit dem international gefeierten Regisseur Michael Thalheimer sorgt sie für die Kostüme für ‚seinen’ “FREISCHÜTZ” an der Staatsoper Berlin.

Noch zu sehen bis 08. Februar

 

ATMEN (c) Lupi Spuma/Schauspielhaus Graz

3 Fragen an …

Regisseur Sam Brown, Gewinner des RING AWARD 11, inszeniert erstmalig am Schauspielhaus Graz und präsentiert dort Duncan Macmillans ”ATMEN” auf der Probebühne.
Hier finden Sie ein kurzes Interview zur Produktion: Interview

 

DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE (c) Saarländischen Staatstheater

Lebendiges Kinderzimmer

Mit ihrem Projekt des „FREISCHÜTZ“ als „unheimlicher Psycho-Thriller mit politischer Dimension, der die Triebkräfte der Musik reflektiert“, hat das Semifinale-Team Sandra Pocceschi (F) & Cristina Nyffeler (CH) nur knapp den Einzug ins Finale des RING AWARD 14 verfehlt und wurde somit von der Jury als Nachrücker-Team ausgewählt.

Nun gastiert Cristina Nyffeler zusammen mit ihrer Schwester Franziska am Saarländischen Staatstheater, an dem sie für die Ausstattung zu Maurice Ravels Kinderoper „DAS KIND UND DIE ZAUBERDINGE“ („L’ENFANT ET LES SORTILÈGES“) verantwortlich zeichnen. Die Saarbrücker Inszenierung, die von Ravels „Pavane pour une infante défunte“ und der 2. Suite aus „Daphnis et Chloé“ flankiert wird, verwandelt ein Kinderzimmer in ein Zauberlandschaft und lässt diese fantastische Welt durch ein gezeichnetes und sich durch Animationen veränderndes Bühnenbild lebendig werden.

Premiere am 25. Jänner.

Oper Graz (c) Moodley brand identity

Nominierung als bestes Opernensemble

Die Oper Graz, seit Beginn des RING AWARD treuer Kooperationspartner und Austragungsort des Semifinales, hat allen Grund zur Freude: Das Grazer Opernhaus wurde beim Internationalen Opera Awards 2015 in der Kategorie ‚bestes Opernensemble‘ nominiert. Unter dem Vorsitz von John Allison, Chefredakteur des Magazins „Opera“ und Musikkritiker beim „Daily Telegraph“, wurden die Finalisten ausgewählt.

Auch die RING AWARD-Juroren Barrie Kosky (Intendant, Komische Oper Berlin), Aviel Cahn (Intendant, Opera Vlaanderen, Antwerpen) und Peter de Caluwe (Intendant, Théâtre Royal de la Monnaie, Brüssel) können sich neben der English National Opera und der Novaya Opera in Moskau über eine Nominierung für ihre Häuser freuen.

Mitglieder der Jury waren Peter Alward, Intendant der Osterfestspiele Salzburg, Per Boye Hansen, Künstlerischer Leiter der Norwegischen Nationaloper und des Nationalballetts Oslo, Kathryn Harries, Direktorin des National Opera Studio in London, Evans Mirageas, Künstlerischer Leiter der Cincinnati Opera, sowie Nicholas Payne, Direktor von Opera Europa. Auch Hugh Canning, Chefmusikkritiker der „Sunday Times“, der Opern- und Klassikkritiker George Loomis, die Kritikerin Erna Metdepenninghen und Musikkritiker Hugo Shirley befanden sich in der Jury.

Die Gewinner werden bei der Preisverleihung am 26. April 2015 im Savoy Theatre in London bekannt gegeben.

Annemarie Woods, Heinz Weyringer, Sam Brown (c) Atelier 9

Wer will heute noch ein Kind?

Sam Brown gewann zusammen mit seiner Ausstatterin Annemarie Woods 2011 den Ring Award und den Europäischen Opernregie-Preis. Damit ist er bislang der einzige Regisseur, der beide Preise gewonnen hat. Der gebürtige Engländer inszenierte international bereits u. a. an der Bayerischen Staatsoper, am Luzerner Theater, an der Opéra National de Lorraine und in Österreich am Stadttheater Klagenfurt („DER ZIGEUNERBARON“) und an der Oper Graz („LA FAVORITE“).

Nun ist er wieder in Graz und untersucht dort auf der Probebühne am Schauspielhaus Graz anhand von Duncan Macmillans Stück „ATMEN“ die Verflechtung privater und globaler Konflikte zu Beginn des neuen Jahrtausends. 
Die Premiere wird am 24. Jänner gefeiert. 

RING AWARD 2017

1000 Künstler aus 42 Nationen

Zum Jahreswechsel blickt der renommierte internationale Musiktheaterwettbewerb für Regie und Bühnengestaltung RING AWARD nach bereits sieben durchgeführten Ausgaben auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte zurück. Eine durchaus messbare Bestätigung für die Resonanz und Notwendigkeit dieses in seiner Art singulären Wettbewerbes ist die bisherige Gesamtteilnehmerzahl von knapp 1000 jungen Künstlern und Künstlerinnen aus 42 Nationen. Durch die Teilnahme von aufstrebenden KünstlerInnen – wobei sich die Zahl der TeilnehmerInnen und der vertretenen Nationen konstant gesteigert hat – sowie durch die renommierten Jury-Mitglieder aus der ganzen Welt ist der RING AWARD von einer starken internationalen Dimension geprägt. Über die Grenzen von Graz als Austragungsort hinaus hat der RING AWARD somit das kreative Innovationspotenzial im zeitgenössischen Musiktheater in ganz Europa und darüber hinaus maßgeblich beeinflusst. Gemeinsam mit der Zeitschrift >Opernwelt< hat der RING AWARD dieses Jahr auch den >>Mortier Award<< als exklusiven Preis für Musiktheater ins Leben gerufen. Mit dem >>Mortier Award<< – benannt nach dem am 9. März 2014 im Alter von 70 Jahren verstorbenen belgischen Opern- und Festival-Intendanten Gerard Mortier – sollen die Anregungen und Impulse dieses einzigartigen Vordenkers und Wegbereiters gewürdigt werden. Diese besondere Auszeichnung wurde dieses Jahr im Rahmen des großen RING AWARD-Finales im Grazer Schauspielhaus von Dirigent Sylvain Cambreling, dem langjährigen Weggefährten und engen Vertrauten Mortiers entgegengenommen und wird alle drei Jahre im Rahmen des RING AWARD-Finales vergeben.

Intendant Heinz Weyringer und sein Team sind bestrebt, auch weiterhin jungen NachwuchskünstlerInnen und ihren inspirierenden Vorstellungen vom heutigen Musiktheater ein internationales Echo zu verschaffen. Die nächste Ausgabe des RING AWARD ist für 2017 geplant.

Das Team des RING AWARD wünscht einen guten Jahreswechsel. 

 

Der Herr Karl © Sabine Hauswirth

Vox populi

Der steirische Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan, der zuletzt beim großen Finale des RING AWARD 14 gemeinsam mit ‚seiner’ Operndiva Gisela Hering auf der Hauptbühne des Grazer Schauspielhauses und danach mit Camus’ „DAS MISSVERSTÄNDNIS“ auf der Probebühne zu erleben war, bespielt nun wieder die Wiener Bühnen. Der junge Nestroy-Theaterpreis-Gewinner („F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG“ in der Kategorie Beste Off-Produktion) wechselt am Neujahrstag mit Helmut Qualtingers „DER HERR KARL“ nach zwei ausverkauften Abenden im Akademietheater nun auf die große Bühne im Burgtheater.

Im Wiener Schuberttheater wurde Qualtingers Text als Puppentheater mit Nikolaus Habjan erstmals aufgeführt und bei der „bestOFFstyria 2.10“ mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Zum ersten Mal wird Qualtingers berühmter Monolog, der zwischen Theaterstück und Kabarett oszilliert, als reines Puppenschauspiel auf der Bühne des Burgtheaters aufgeführt. Mithilfe seiner Puppen schlüpft Nikolaus Habjan in die verschiedensten Rollen, die alle zusammen ‚Der Herr Karl’ sind.

Am 20. Jänner geht es dann aber auch wieder zurück in seine Heimat Graz. Dort wird der renommierte Puppenspieler beim großen Richard-Wagner-Jubiläum des WAGNER FORUM GRAZ eine künstlerische Hommage auf den Jubilanten zum Besten geben.

 

RINALDO (c) Herwig Prammer

Suspense meets Humor

RING AWARD 14-Finalistin und Regisseurin Christiane Lutz inszenierte Händels RINALDO am Theater an der Wien. Gemeinsam mit ihrer Ausstatterin Natascha Maraval  konnte sie diesen Inszenierungsauftrag am Theater an der Wien beim RING AWARD-Finale 2014 für sich gewinnen.
Publikum wie auch Presse waren durchwegs überzeugt von der Inszenierung. Bis 30.12. kann man RINALDO noch erleben.

 „Suspense meets Humor in der Barockoperninszenierung von Christiane Lutz. […] Die Inszenierung punktet mit einem durchgehaltenen Konzept, das der Originalstory von Liebesverwicklungen rund um den ersten Kreuzzug nicht wirklich zuwiderläuft, vielen, oft witzigen Einfällen, Tempo und einem Hitchcock-Wiedererkennungswert.“ (APA)

„Von wegen südliche Gefilde mit blühenden Gärten: Georg Friedrich Händels Held Rinaldo findet sich in der frischen Kammeropern-Version im Netz von Spionen, in bedrohlichen Situationen zwischen London und Wüste im US-Staat Arizona wieder. Die behutsam verknappte Version […] könnte  neues Publikum für Opern der Väter von Mozart und Co. anlocken.“ (Kronen Zeitung)

 „Sage noch einer, dass Barockoper nicht lustig ist. Kaum halten konnte sich das bestens  unterhaltene Publikum der Wiener Kammeroper bei der Inszenierung von Christiane Lutz.“ (Wiener Zeitung)

„Die Wiener Kammeroper als Nährboden für Kreativität, Frische und Einfallsreichtum, gegen jegliche Ödnis – das ist mit schöner  Regelmäßigkeit zu  erleben. Auch in der aktuellen  Produktion RINALDO kommt keine Langeweile auf.“ (Kurier)

Die gesamten Kritiken im Überblick finden Sie HIER!

Xerxes (c) Karl Forster

Prachtvolles Fest für Aug‘ und Ohr

Elisabeth Sobotka, Intendantin der Oper Graz und Vorsitzende der RING AWARD-Jury, holt den international renommierten Regisseur Stefan Herheim erneut nach Graz, um am Opernhaus dieses Mal Georg Friedrich Händels XERXES zu inszenieren. Der norwegische Opernregisseur wurde bereits drei Mal von der Opernfachzeitschrift „Opernwelt“ zum „Regisseur des Jahres“ gewählt (2007 für seinen Essener DON GIOVANNI, 2008 für PARSIFAL bei den Bayreuther Festspielen und 2010 für seine ROSENKAVALIER-Inszenierung an der Staatsoper Stuttgart).

Nach CARMEN und MANON LESCAUT ist XERXES seine dritte Produktion an der Oper Graz. Stefan Herheim verquickt in

seiner Inszenierung Georg Friedrich Händels Opera seria aus dem Jahr 1738 mit einer parallelen Theaterwelt, nicht ohne das turbulente Bühnengeschehen mit heutigen Augen zu verfolgen.
Premiere am 29. November 2014.

TRAUMFABRIK (c) Brotfabrik Berlin

TRAUMFABRIK

Der deutsche Regisseur Holger Müller-Brandes, der bei der ersten Ausgabe des RING

AWARD 1997 als Gewinner hervorging, spürt nun in der Berliner Brotfabrik einer interessanten Verschränkung von Filmgeschichten und realer Geschichte nach, der Sehnsucht und dem Spiel mit den Träumen, welche der Film verspricht und das reale Leben im Gegensatz dazu lebt.

Mit TRAUMFABRIK, einer Hommàge an die Berliner Filmpioniere Mia und Joe May, wird das Showbiz in all seinen Facetten von Berlin bis Hollywood, von gestern ins Heute ausgelotet.
Premiere am 26. November.

Einen Einblick in die Probenarbeit gibt es HIER!

 

Christiane Lutz, Natascha Maraval (c) Atelier 9

Musikalisches Feuerwerk

Die deutsche Regisseurin Christiane Lutz probt momentan am Theater an der Wien und bringt dort am 4. Dezember RINALDO von Georg Friedrich Händel auf die Bühne.
Keine andere Oper des Komponisten wurde zu seinen Lebzeiten so oft aufgeführt wie RINALDO, die als musikalisches und szenisches Feuerwerk der besonderen Art die schönsten melodischen Einfälle, die Händel bis zu seiner Uraufführung 1711 zu Papier brachte, versammelt.
Beim Finale des RING AWARD 14 wurde dieses Inszenierungsangebot am Theater an der Wien von Intendant Roland Geyer dem Finale-Team Lutz/Maraval als Preis verliehen. 

Rosenkavalier © Sebastian Kowski

Memento mori

Vera Nemirova, die in Bulgarien geborene Regisseurin und Meisterschülerin von Peter Konwitschny, gewann 2000 den RING AWARD sowie 2002 den Förderpreis der Akademie ‚Musiktheater heute’ der Kulturstiftung der Deutschen Bank. Im März 2006 erhielt sie den Kunstpreis Berlin der Berliner Akademie der Künste in der Sektion Darstellende Kunst. Ihre Inszenierungen wurden von der Fachzeitschrift ‚Opernwelt’ mehrfach nominiert.
Zahlreichen Opernfans sowie der internationalen Presse ist Vera Nemirova u. a. zuletzt besonders durch ihre hochgerühmte Interpretation von Wagners RING DES NIBELUNGEN an der Frankfurter Oper bekannt. Die medial vielbeachtete Tetralogie (Start mit RHEINGOLD im Mai 2010) erlebte mit GÖTTERDÄMMERUNG am 29. Jänner 2012 ihren krönenden Abschluss, wurde vom Premierenpublikum begeistert aufgenommen und hat inzwischen einen Kultstatus als der berühmte ‚Scheiben-RING’ erreicht.

Zum 150. Geburtstag von Richard Strauss hat Vera Nemirova nun am Weimarer Nationaltheater für die Neuinszenierung seines ROSENKAVALIER verantwortlich gezeichnet. Erzählt wird eine Verwechslungskomödie, in deren Zentrum die Feldmarschallin Fürstin Werdenberg mit ihren Reflexionen über die Vergänglichkeit des Lebens als große moralische Instanz steht.

 

Der Junge und das Meer (c) Lukas Beck

Happy Birthday, Ben

Anlässlich des 100. Geburtstags des großen Komponisten Benjamin Britten singen, spielen und musizieren die Wiener Sängerknaben gemeinsam mit dem steirischen Puppenspieler Nikolaus Habjan, der gerade unlängst am Schauspielhaus Graz eine sehr erfolgreiche und von der Presse umjubelte Premiere feiern durfte. Regie bei dieser besonderen musikalischen Aufführung im MuTh (Musik & Theater Wien) führt Christiane Lutz. Die deutsche Regisseurin konnte beim Finale des RING AWARD 14 gemeinsam mit ihrer Ausstatterin Natascha Maraval den Zusatzpreis der RING AWARD-Jury in der Höhe von € 2.000 sowie Inszenierungsangebote am Theater an der Wien und am Staatstheater Cottbus für sich entscheiden. Nun hat sie mit „Der Junge und das Meer“ ein szenisches Konzert rund um Benjamin Brittens Kinderoper „Golden Vanity” konzipiert, die der berühmte englische Komponist 1966 eigens für die Wiener Sängerknaben schrieb.

Am 7. & 8. November 2014 im MuTh.

DAS MISSVERSTÄNDNIS (c) Lupi Spuma

„Österreichs Puppenspieler Nummer Eins“

Am vergangenen Freitag ließ Nikolaus Habjan gemeinsam mit zwei Ensembleschauspielernauf der Probebühne des Schauspielhauses Graz ‚die Puppen tanzen’. Albert Camus’ „Das Missverständnis“ in der Regie von Habjan avanciert schon jetzt– es gibt nur mehr Restkarten für alle verbleibenden Spieltermine zum großen Publikumserfolg der Saison.

Die „Kronen Zeitung“ betitelt den jungen steirischen Künstler als „Österreichs Puppenspieler Nummer Eins“, der gemeinsam mit seinen Bühnenkollegen „in ihrem (Puppen-)Spiel zu faszinieren und berühren“ vermag. „Ein Abend, den man nicht versäumen sollte!

„Tosender Applaus für Nikolaus Habjans Camus-Deutung mit beklemmender Ausdruckskraft.“ („Kleine Zeitung“)

Orest (c) Neue Oper Wien

Prozess gegen sich selbst …

Nikolaus Webern, der 2011 mit seinem Bühnenbildkonzept zu einer Neubearbeitung der Operette “Die Fledermaus“ den ring.award off gewinnen konnte, zeichnet nun an der  Neuen Oper Wien verantwortlich für die Ausstattung von Manfred Trojahns  zeitgenössischem Werk „Orest“. Die Neue Oper Wien, seit 1990 auf modernes Musiktheater spezialisiert,  gibt in Uraufführungen und österreichischen Erstaufführungen ausschließlich Werken des 20. und 21. Jahrhunderts eine souveräne Plattform der Präsentation.

Ab 28. Oktober 2014 ist dann Orest, Muttermörder, der Gehetzte auf der Flucht vor sich selbst. Er begegnet uns als ein Obdachloser, außerhalb der Gesellschaft stehend und dazu verdammt, seine eigene Geschichte wieder und immer wieder zu durchleben. In der Halle E im MuseumsQuartier führt dieser tragische Held – Richter und Angeklagter gleichermaßen – schließlich einen verbissenen Prozess gegen sich selbst, an dessen Ende – vielleicht – die Erlösung steht.

“Eine einzigartige Erfolgsgeschichte”

In drei Wettbewerbsstufen wurde der RING AWARD als einziger internationaler Musiktheaterwettbewerb seiner Art im Zeitraum von 2012 bis 2014 bereits zum siebenten Mal in Graz erfolgreich durchgeführt. Beim großen Finale am 30. Mai und 1. Juni 2014 im Schauspielhaus Graz galt es für die jungen

Nachwuchstalente, ihre Vorstellungen vom heutigen Musiktheater vor einer renommierten Jury und einem interessierten Publikum auf der Bühne zu präsentieren.

„Der RING AWARD blickt in seiner Geschichte auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte“ so Katharina Wagner, Künstlerische Leiterin der Bayreuther Festspiele, in ihrer Laudatio beim Finale.

Die nächste Ausgabe des RING AWARD ist für 2017 geplant.

DAS MISSVERSTÄNDNIS (c) Nikolaus Habjan

„Sie brauchen einen Konflikt im Gesicht, sonst sind sie tot.“

Der junge Grazer Puppenspieler und Regisseur Nikolaus Habjan hat am Wiener Schuberttheater mit seiner Produktion „F. ZAWREL – ERBBIOLOGISCH UND SOZIAL MINDERWERTIG“ die wahre Geschichte über Friedrich Zawrel, der während der NS-Zeit aus der Wiener Krankenanstalt ‚Am Spiegelgrund’ fliehen konnte und später seinem früheren Peiniger erneut begegnen musste, berührend und eindringlich zum Leben erweckt. Er erhielt dafür den Nestroy-Theaterpreis 2013 (Beste Off-Produktion). Nun kehrt er nach Graz zurück und inszeniert am Schauspielhaus Albert

Camus‘ Drama DAS MISSVERSTÄNDNIS als Schicksalstragödie von fast antiker Größe; die Puppen dafür gestaltet der junge Allrounder selbst. Schon bei der großen Preisverleihung des RING AWARD im Juni 2014 konnte das Grazer Publikum Nikolaus Habjan bzw. die exzentrische Puppe als einst gefeierte Operndiva Gisela Hering erleben. Ab 17. Oktober bespielt der steirische Künstler zusammen mit zwei SchauspielerInnen aus dem Grazer Ensemble nun auch die Probebühne des Schauspielhauses.

Warum Nikolaus Habjan bei der Gestaltung seiner einzigartigen Puppen auch immer einen ‚Konflikt im Gesicht’ mitdenkt, erfahren Sie HIER!

Bayreuth

Der RING AWARD in Bayreuth

“Du liebes Bayreuth, auf einem so schön gearbeiteten, so grün angestrichenen Präsentierteller von Gegend einem dargeboten – man sollte sich einbohren in dich, um nimmer heraus zu können.”
(Jean Paul)

Unsere beiden RING AWARD-Talente Regisseur Tobias Kratzer und Ausstatter Rainer Sellmaier, deren Karriere wir seit ihrem spektakulären Gewinn beim RING AWARD 2008 seit nunmehr mehreren Jahren aufmerksam und mit großer Freude verfolgen, bereicherten diese Theatersaison u.a. mit einer fulminanten und klangmächtigen Inszenierung von Wagners DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Dass ihr Weg nun auch auf den legendären Hügel in Bayreuth führt, ist besonders erfreulich: 2019 soll Tobias Kratzer TANNHÄUSER bei den Bayreuther Festspielen inszenieren. Er ist dabei in guter ‚RING AWARD-Gesellschaft’, so konnte auch RING AWARD-Jurymitglied und Intendant der Komischen Oper Berlin Barrie Kosky für die Regie von DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG gewonnen werden. 2017 soll schließlich Wagners musikalisches Plädoyer für Neugier auf Neues Premiere feiern. Für die Partie der Elsa ist niemand anderes als Anna Netrebko im Gespräch.
 
Mehr zum Fünfjahresplan von Bayreuth finden Sie HIER.
Fidelio

Fidelio

Der diesjährige RING AWARD-Finalist Dan Turdén inszenierte Beethovens FIDELIO als Politdrama am Årsta Folkets Hus in Schweden - angesiedelt in einem fiktiven Deutschland kurz vor dem Mauerfall.

“Dan Turdéns Inszenierung macht die Geschichte klarer, ohne jede Überspanntheit. Die Verwendung von militärischen Uniformen rund um einen Arbeitstisch herum veranschaulicht die Methoden der Machtausübung.”

“In dieser ausgewählten und wirkungsvollen Aufführung machen Rocco und Pizarro den stärksten Eindruck als Verkörperung der Macht. … Rocco, gefangen in einer grausamen Hierarchie, gibt ein stark individualisiertes Bild von der vielschichtigen Anatomie der Diktatur.”

“So sehr das Format der Produktion auch eingeschränkt ist, Beethovens Musik verliert nie ihre Kraft. Dasselbe lässt sich von der Aufführung sagen: Sie ist größer als ihr Format.”  Claes Wahlin, Aftonbladet

 „Wenige Opern gewinnen so sehr von einer zeitlichen und räumlichen Versetzung wie Fidelio, und ich kann mir gut vorstellen, wie positiv Beethoven reagiert hätte auf die Idee, die Geschichte in den letzten Tagen der Berliner Mauer spielen zu lassen.“

„Dan Turdén ist ein souveräner Regisseur …”

„Glänzende gesangliche Leistungen …”  Lars Sjöberg, Expressen

„Diese Aufführung des Fidelio ist eine für die ironische Generation, bei der alles Erhabene, das üblicherweise das Werk kennzeichnet, durch einen distanzierten und überzogenen Aufführungsstil gefiltert ist …“ 

„Der Minister, der in der Schlussszene als Art göttliche Vorsehung auftritt, erscheint hier geschickt in einer Fernsehsendung … (und) erklärt mit großem Pathos, dass die Mauer gefallen ist. Die Gefängnisleute beginnen sofort, alle Dokumente zu vernichten.“

„Die Aufführung wird getragen von sehr qualifizierten Sängern …“  Bo Löfvendahl, Svenska Dagbladet

 

 

Hommage à Gerard Mortier

Die Zeitschrift Opernwelt und der Ring Award (Internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung) haben gemeinsam einen neuen Preis für Musiktheater ins Leben gerufen – den Mortier Award. Benannt ist die Auszeichnung nach dem am 9. März 2014 im Alter von 70 Jahren verstorbenen belgischen Opern- und Festival-Intendanten Gerard Mortier. Dem Namensgeber, der zugleich der erste Preisträger ist, wurde die Ehrung posthum zuteil.

Die Verleihung des ersten Mortier Award fand am 31. Mai 2014 im Rahmen des siebten „Ring Award“-Finales in Graz statt. Die Laudatio hielt Regisseur und Oscar-Preisträger Michael Haneke. Der Dirigent Sylvain Cambreling, langjähriger Weggefährte und enger Vertrauter Mortiers, nahm eine für den Mortier Award geschaffene Skulptur des Berliner Bildhauers und Bühnenbildners Alexander Polzin entgegen, der zuletzt am Teatro Real Madrid – veranlasst noch unter der Leitung Mortiers – das Bühnenbild für „Lohengrin“ schuf. Die Skulptur zeigt Sisyphus mit seinem Felsen.

cocteau

DIE SCHÖPFERISCHE KRAFT DER IMAGINATION

Der steirische Ausstatter Nikolaus Webern, der den ring.award.off 2011 gewann, wandelt auf den Spuren von Jean Cocteau und schafft zu LES ENFANTS TERRIBLES eine magische Fantasiewelt fernab der Realität auf der Bühne der Komischen Oper Berlin. Regisseur Felix Seiler, der als Semifinalist beim RING AWARD 11 sein Talent bewies, inszeniert diese „Tanzoper“, in der sich Zuschauer und Akteure eine fast leere Bühne teilen, um in der geheimnisvollen Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Ortes Jean Cocteaus rätselhaft-traumartige Erzählung in der Vertonung durch den berühmten amerikanischen Komponisten Philip Glass zu erleben.

Die schöpferische Kraft der Imagination – in LES ENFANTS TERRIBLES besitzt sie einen geradezu zerstörerischen Charakter, unausweichlich wie die unaufhörlich weitertreibende, zu keinem Zeitpunkt stillstehende Musik für vier Sänger, einen Schauspieler und drei Klaviere.

Premiere am 02. Juli 2014.

BACKSTAGE

Werfen Sie einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung.
Die TeilnehmerInnen der diesjährigen Ausgabe geben Auskunft über ihren Zugang zum modernen Musiktheater und ihre Konzepte zur Oper DER FREISCHÜTZ.

Gewinner RA14

AND THE WINNER IS …

Mit großer Freude dürfen wir Ihnen die RING AWARD 14 Gewinnerinnen präsentieren:

Die Regisseurin Verena Stoiber (D) und die Bühnengestalterin Sophia Schneider (D) konnten bei diesem internationalen Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung nahezu alle Preise für sich entscheiden. Neben dem >>Ring Award<<, dem Preis des Landes Steiermark (3000 Euro sowie ein Inszenierungsangebot an den Grazer Spielstätten) und dem Preis der Stadt Graz (3000 Euro) ergingen an das Team folgende Sonderpreise in Form von Inszenierungsangeboten, die von den hochkarätigen Intendanten vergeben wurden:

  • Deutsche Oper Berlin Intendant Dietmar Schwarz
  • Staatstheater Karlsruhe Intendant Peter Spuhler
  • Staatstheater Nürnberg Intendant Peter Theiler

Impressionen zu den Inszenierungen finden Sie HIER.
Mehr Informationen zu sämtlichen Preisen HIER

Countdown fürs Finale!

Am 31. Mai hebt sich der Vorhang zum großen Finale und für zwei Tage steht das Schauspielhaus Graz ganz im Zeichen des innovativen Musiktheaters. Die drei Finalisten-Teams präsentieren zum ersten Mal vor Publikum und zwei Expertenjury ihre Version des zweiten Akts der Oper DER FREISCHÜTZ, die innerhalb von sieben Arbeitstagen mit SängerInnen sowie musikalischer Begleitung szenisch in Graz erarbeitet wurde.

DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG (c) Achim Sieber

„EIN ECHTER WEITWURF …“

Der revolutionäre Komponist Wagner widmete sich in seinem komischen „Satyrspiel“ der Welt des mittelalterlichen Meistersangs und schuf eine immerwährend aktuelle Parabel über Pedanterie und Phantasielosigkeit, die unsere Sicht auf künstlerische Innovation hinterfragt. Dem Karlsruher TANNHÄUSER folgt mit Die Meistersinger von Nürnberg Wagners klangmächtiges Plädoyer für Neugier auf Neues, mit dem Generalmusikdirektor Justin Brown seinen Wagner-Zyklus fortsetzt. Regisseur Tobias Kratzer und Ausstatter Rainer Sellmaier, die als Team beim Ring Award 2008 als Sieger alle Preise gewannen und sich in Karlsruhe mit WALLENBERG von Erkki-Sven Tüür vorstellten, brachten Wagners MEISTERSINGER VON NÜRNBERG eindrucksvoll auf die Bühne. Gerade bereiten sie Lohengrin für Weimar vor.

„(…) Ein echter Weitwurf ist dem 34 Jahre alten Regisseur Tobias Kratzer in Karlsruhe gelungen, der Wagners „Meistersinger“ ohne Geschichts- und Pflichtvergessenheit zurückführt zu dem, was sie doch einmal sein sollten: eine komische Oper.“ 
(Frankfurter Rundschau)

 „(…) Tobias Kratzer hat … in Karlsruhe eine höchst vergnügliche und unterhaltsame Deutung ersonnen … .

(…) Und er bespielt sie mit derart überzeugenden Charakterstudien, mit einer so packenden dynamischen und spannungsreichen Personenführung, dass man das Opernhaus nach fünfeinhalb Stunden bestens unterhalten verlässt. Ungeteilter Jubel für die Musik, johlendes Bravo und Buhs für Regie.“ (Badische Neueste Nachrichten)

„(…) Kratzer bekommt das Kunststück fertig, die Geschichte um Hans Sachs, Eva, Walther, Beckmesser und all die anderen mit einer faszinierend genau ausformulierten Personenregie zu erzählen und gleichzeitig einen Diskurs über dieses Stück und jene, die ihn führen, mitzuliefern.

(…) Kratzers Inszenierung setzt auf Diskurs und Nacherzählung, er entfaltet Empathie mit seinen Protagonisten und erlaubt sich dabei auch manch hintergründigen Witz. Das geht deshalb so gut auf, weil der GMD Justin Brown … einen erzählfreudigen Ton findet, der die Sänger trägt und nicht überdeckt.“ (NMZ online)

„(…) Kunst lebt von der Erneuerung, so lehrt uns Kratzer: Die Revolution geht immer weiter. Das ist natürlich intelligent und wird handwerklich auch glänzend umgesetzt, mit viel Talent für saloppe Pointen aller Arten.“ (Deutsche Bühne online)

Die gesammelten Kritiken finden Sie HIER.
(Foto (c) Achim Sieber) 

 

Lucia

LUCIA DI LAMMERMOOR

Zwei Regisseure und sechs Sänger waren seit 10. März 2014 beim Enoa Belcanto Workshop zu Gaetano Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR mit dabei, als Teil des Talenteentwicklungsprogramms der Niederländischen Nationaloper.

Am Ende des Workshops wurden einige Szenen der Oper in zwei verschiedenen Versionen aufgeführt, mit jungen Sängern und jungen Regisseuren.

Die RING AWARD-Semifinalistin Daniela Kerck war eine der zwei jungen Regisseure.
Die Aufführung fand am 22. März an der Niederländischen Nationaloper statt. 

Tobias Kratzer © Jörg Landsberg

KLANGMÄCHTIGES PLÄDOYER FÜR NEUGIER AUF NEUES

Ring Award 08-Gewinner Tobias Kratzer und Rainer Sellmaier inszenieren zum zweiten Mal am Badischen Staatstheater Karlsruhe

Richard Wagner nahm in seinem komischen ‚Satyrspiel’ DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG der Welt des mittelalterlichen Meistersangs genauer unter die Lupe und schuf somit eine immerwährend aktuelle Parabel über Pedanterie und Phantasielosigkeit, die unsere Sicht auf künstlerische Innovation hinterfragt.

Mit DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG – Wagners klangmächtigem Plädoyer für Neugier auf Neues – setzt das Badische Staatstheater Karlsruhe nach einer erfolgreichen TANNHÄUSER-Premiere seinen Wagner-Zyklus fort. Für die Umsetzung konnte man Regisseur Tobias Kratzer und Ausstatter Rainer Sellmaier verpflichten, die als Team beim Ring Award 2008 als Sieger alle Preise gewannen und sich am Staatstheater mit Wallenberg von Erkki-Sven Tüür zum ersten Mal dem Karlsruher Publikum vorstellen durften. Premiere wird am 27. April gefeiert. 

 

Jim Lucassen (c) Anthony Picoré

“GÖTTER, WARUM ZWINGT IHR MICH ZU LEBEN!”

Ring Award 08-Teilnehmer Jim Lucassen präsentiert Händels ARIODANTE am Aalto-Musiktheater.

Das Aalto-Musiktheater Essen holt den niederländischen Regisseur Jim Lucassen ans Haus, um dort Händels Dramma per musica ARIODANTE zu inszenieren, das in Anlehnung an eine Episode aus Ludovico Ariostos Epos Orlando furiosO von verletzten Seelenlandschaften und Liebeswirren am schottischen Hof handelt. Jim Lucassen war mit seinem Konzept für RIGOLETTO beim Ring Award 2008 in Graz nominiert und präsentierte sein Konzept an der Oper Graz, der Komischen Oper Berlin und am Austrian Cultural Forum in New York. Als Sonderpreis im Rahmen des Wettbewerbes gewann er eine Realisation seines Konzeptes am Theater Heidelberg. Premiere am 19. April.

Das Semifinale in bewegten Bildern

Von  den 91 Einreichungen aus 29 Nationen in der ersten Stufe des Wettbewerbes qualifizierten sich zwölf Teams für die zweite Stufe, das Semifinale, das im Jänner 2014 in der Montagehalle der Oper Graz abgehalten wurde.

Im Semifinale erarbeiteten die RING AWARD-Teams für Carl Maria von Webers Oper DER FREISCHÜTZ detaillierte Bühnenkonzepte mit den dazugehörigen Bühnenbildlösungen. Jedes Semifinale-Team präsentierte – nach Vorbeurteilungen anhand von Regiearbeitsproben und Kostenüberprüfungen der Bühnengestaltungen – seine Arbeit in zwanzig Minuten live vor dem Publikum und der RING AWARD-Jury.

 

Martina Segna

OSTERFESTSPIELE SALZBURG 2014

Martina Segna, Teilnehmerin am Ring Award 2005, gestaltet das Bühnenbild zur Neuinszenierung von ARABELLA.

Im Zentrum der Osterfestspiele 2014 steht ein besonderes Jubilar: Richard Strauss’ Geburtstag jährt sich zum 150. Mal. Anlässlich dieses Großereignisses gibt es im Rahmen der Osterfestspiele eine Neuinszenierung von ARABELLA – der letzten Zusammenarbeit des Duos Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthals – zu erleben.

Regie führt Florentine Klepper, die als freie Regisseurin u.a. am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz, am Theater Luzern, am Münchner Prinzregententheater und an der Staatsoper Stuttgart wirkte. Die Bühnengestaltung übernimmt Martina Segna, die 2005 beim Ring Award ihr Talent unter Beweis stellen konnte. Die Premiere findet am 12. April im Großen Festspielhaus statt.

Peter Konwitschny JENUFA © Oper Graz

AUS DEM MÄHRISCHEN BAUERNLEBEN

Regievirtuose Peter Konwitschny kehrt ein weiteres Mal an die Oper Graz zurück.

Mit Jenůfa gelang dem tschechischen Komponisten Leoš Janáček eine Oper von geradezu atemberaubender emotionaler Wucht: Die berührende Geschichte um Jenůfa und ihre Stiefmutter, die Küsterin, spielt in einer Gemeinschaft im mährischen Bauernmilieu, die geprägt ist von Enge und Bigotterie, Tradition und Kontrolle, Neid und Eifersucht.

Für Peter Konwitschny und seinen Ausstatter Johannes Leiacker liegt die Herausforderung darin, den Blick des Zuschauers nicht mittels eines vermeintlich pittoresken Streifzugs in das mährische Bauernleben zu trüben, sondern vielmehr die in der Partitur komponierten menschlichen Ängste, Sehnsüchte und Leidenschaften nicht nur hörbar, sondern sinnlich erfahrbar und in der theatralischen Umsetzung ablesbar zu machen.
Den Blick ins Zentrum der menschlichen Seele eröffnen Gal James als Jenůfa und Iris Vermillion, die sich für ihr Rollendebut als Küsterin abermals die Grazer Opernbühne ausgesucht hat. Premiere am 29. März.

Gerard Mortier © Javier del Real

Posthume Verleihung des „Mortier Award“ an Gerard Mortier

Als der RING AWARD (Internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung)  gemeinsam mit der Zeitschrift „Opernwelt“ die Idee für die Schaffung eines neuen Preises für Musiktheater entwickelte, war es zwar bereits traurige Gewissheit geworden, dass der Namensgeber und erste Preisträger dieses zukunftsorientierten Preises, Gerard Mortier, an einem Krebsleiden litt. Doch dass der große Theatermann nun doch so bald, noch vor der offiziell vollzogenen Verleihung des Preises, seinem Leiden erliegen sollte, ist dennoch unerwartet und trifft, wie die gesamte Theaterwelt, auch die Gestalter des „Mortier Award“ mit großer Härte.

Die Stiftung des „Mortier Award“ ist dem RING AWARD ein besonderes Anliegen, denn Mortier hat vor allem die frühere Entwicklungsphase des Wettbewerbs über viele Jahre entscheidend mitgeprägt. Als Mitglied der Jury hat er sich stets außerordentlich intensiv mit den jungen Wettbewerbsteilnehmern und ihren Arbeiten fördernd und beratend auseinandergesetzt. Mortier hat als Wegbereiter der Erfolgsstory des RING AWARD den Wirkungskreis des Wettbewerbs wegweisend ausgeweitet, und mit dem neuen „Mortier Award“ setzt der RING AWARD gemeinsam mit der „Opernwelt“ somit ein Zeichen der Anerkennung verbunden mit dem Auftrag, auch zukünftig wertvolle Arbeit im Dienste eines innovativen Musiktheaters zu leisten. 

Mit dem „Mortier Award“ sollen die Anregungen und Impulse eines großen Vordenkers und Wegbereiters gewürdigt werden, für den Musiktheater ein kostbarer menschlicher Kosmos bedeutete und zugleich eine vitale Kunstform, die um Grundfragen der menschlichen Existenz kreist. Der Glaube an die Modernität der Oper hat das Denken und Handeln des nunmehr 70-jährig Verstorbenen immer beflügelt, womit er die Musiktheaterlandschaft nachhaltig befruchtete. Klug durchdachte Spielpläne, ungewöhnliche Besetzungen, wegweisende Deutungen des Kanons, die Schaffung origineller Produktionsteams und die Erschließung neuer Bühnen-Räume – das ist die Bilanz einer Lebensleistung, die dauerhaft in die Zukunft weisen wird.

Der „Mortier Award“ zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich exemplarisch um ein Musiktheater auf der Höhe der Zeit bemühen, ein Musiktheater, so die Statuten, „das seine mehr als vierhundertjährige Geschichte als Quelle existentieller Erfahrung begreift und befragt. Ein Musiktheater, das in die Zukunft schaut. Ein Musiktheater, das sich ‚politisch’ positioniert, als Forum von Gesellschaft und Gemeinschaft. Es geht nicht um die Förderung einer bestimmten Ästhetik, künstlerischen Praxis oder Berufsgruppe, sondern um die Ermutigung einer Haltung, die das Unmögliche möglich macht. Eines intellektuellen Ethos, das nach dem Woher, Wo, Wohin und vor allem: nach dem Warum der Kunstform ‚Oper’ fragt. In diesem Sinne ist der Preis auch ein Plädoyer für die permanente Erneuerung des Betriebs und seiner Institutionen. Eine Ermunterung, der Oper jene Ohren und Augen öffnende Zeitgenossenschaft zurückzugeben, die sie im 20. Jahrhundert weitgehend verloren hat. Eine Erinnerung daran, dass künstlerische Innovation Risiko und Anstrengung bedeutet.“

Der „Mortier Award“ wird alle zwei Jahre verliehen. Mit der Auszeichnung verbindet sich das Recht, den nächsten Preisträger vorzuschlagen, in enger Abstimmung mit den Initiatoren. Musiktheater, das sich auf der Höhe der Zeit bewegt, ist per definitionem dynamisch, prozesshaft. Deshalb soll das inhaltliche und geistige Profil des Preises auch bei jeder Vergabe gemeinsam fortgeschrieben werden.

Die festliche Verleihung des ersten „Mortier Award“ an Gerard Mortier war für Samstag, den 31. Mai 2014, im Rahmen der Eröffnung des RING AWARD 14-Finales im Grazer Schauspielhaus vorgesehen. Die Verleihung muss nunmehr posthum im Rahmen einer „Hommage à Gerard Mortier“ erfolgen, bei welcher kein Geringerer als der Oskar-Preisträger Michael Haneke das Wort ergreifen wird. 

"Ein Preis für Opern-Vordenker"

Mit dem Mortier Award wird eine der grossen, prägenden Figuren der europäischen Kultur gewürdigt: Gerard Mortier.

Die Kronen Zeitung berichtete über diese einzigartige Auszeichnung, die von RING AWARD-Intendanten Heinz Weyringer und Albrecht Thiemann von der Branchenbibel >>Opernwelt<< ins Leben gerufen wurde.

Den Artikel finden Sie hier!

Gerard Mortier © Javier del Real

Mortier Award – neuer Preis für Musiktheater

Die Zeitschrift «Opernwelt» und der «Ring Award» (Internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung) haben gemeinsam einen Preis für Musiktheater ins Leben gerufen – den Mortier Award, der alle zwei Jahre vergeben wird. Benannt ist die Auszeichnung nach dem belgischen Opern- und Festival-Intendanten Gerard Mortier. Der Namensgeber ist zugleich der erste Preisträger.

Der Mortier Award zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich exemplarisch um ein Musiktheater auf der Höhe der Zeit bemühen, ein Musiktheater, so die Statuten, «das seine mehr als vierhundertjährige Geschichte als Quelle existentieller Erfahrung begreift und befragt. Ein Musiktheater, das in die Zukunft schaut. Ein Musiktheater, das sich ‹politisch› positioniert, als Forum von Gesellschaft und Gemeinschaft. Es geht nicht um die Förderung einer bestimmten Ästhetik, künstlerischen Praxis oder Berufsgruppe, sondern um die Ermutigung einer Haltung, die das Unmögliche möglich macht. Eines intellektuellen Ethos, das nach dem Woher, Wo, Wohin und vor allem: nach dem Warum der Kunstform ‹Oper› fragt. In diesem Sinne ist der Preis auch ein Plädoyer für die permanente Erneuerung des Betriebs und seiner Institutionen. Eine Ermunterung, der Oper jene Ohren und Augen öffnende Zeitgenossenschaft zurückzugeben, die sie im 20. Jahrhundert weitgehend verloren hat. Eine Erinnerung daran, dass künstlerische Innovation Risiko und Anstrengung bedeutet.»

Mit der Vergabe des ersten Mortier Awards an Gerard Mortier selbst sollen die Anregungen und Impulse dieses Vordenkers und Wegbereiters gewürdigt werden, für den Musiktheater ein kostbarer menschlicher Kosmos ist und zugleich eine vitale Kunstform, die um Grundfragen der menschlichen Existenz kreist. Der Glaube an die Modernität der Oper hat das Denken und Handeln des jetzt 70-Jährigen immer beflügelt – und die Musiktheaterlandschaft nachhaltig befruchtet.

Die Verleihung des ersten Mortier Awards ist am 31. Mai 2014 im Rahmen des siebten «Ring Award»-Finales in Graz geplant.

Die Presseaussendung sowie die Statuten können Sie HIER nachlesen.

 

Tatjana Gürbaca © Atelier 9

LEBENDIG BEGRABEN

Tatjana Gürbaca inszeniert Verdis AIDA am Opernhaus Zürich

Verdis Oper über die unmögliche Liebesgeschichte der versklavten äthiopischen Königstochter Aida begeistert seit ihrer Uraufführung 1871 ein Millionenpublikum.

In der AIDA-Neuproduktion des Opernhaus Zürich nimmt sich Tatjana Gürbaca, Ring Award 2000-Preisträgerin und Operndirektorin am Staatstheater Mainz, dieses packenden Stoffes an. Bereits in der vergangenen Spielzeit hatte Gürbaca mit einem unheimlich fesselnden, Verdi hochpräzise auf seinen dramatischen Glutkern reduzierenden RIGOLETTO für Furore gesorgt.

„Mit ihrer dichten, ganz aus den Figuren entwickelten Inszenierung wirft Tatjana Gürbaca ein neues Licht auf Verdis RIGOLETTO.“ (NZZ)

Der Vorhang für AIDA hebt sich zur Premiere am 2. März.

Dominik Mentha (c) Ingo Hoehn

Aller guten Dinge sind drei

Dominique Mentha, Intendant des Luzerner Theaters sowie Jury-Mitglied des RING AWARD, hat mit den Regisseuren David Hermann, Sam Brown und Tobias Kratzer drei ehemalige RING AWARD-Teilnehmer für sein Haus verpflichtet.

Den Anfang machte David Hermann, der beim RING AWARD 2000 als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging. Er inszenierte PNIMA … INS INNERE von Chaya Czernowin als musikalisches Psychogramm der Verdrängung: Ganz ohne Worte, rein durch Laut-Artikulationen der Gesangssolisten schuf er einen akustischen Schicksalsraum, angefüllt mit schmerzvollen Geschichten.

Sam Brown, Gewinner der letzten Ausgabe des Wettbewerbs für Regie- und Bühnengestaltung, präsentierte darauf LA CENERENTOLA. Gioachino Rossinis turbulente Screwball Comedy, die dramaturgische Raffinesse und szenischen Witz mit romantischem Zauber verbindet, besticht mit abwechslungsreicher, bunter Musik, die einerseits den Spaß an der Klamotte genüsslich zelebriert, andererseits aber auch den Momenten echt empfundener Gefühle große Aufmerksamkeit schenkt.

„Es gibt sie also noch, die Opernabende, die man ungetrübt genießen kann, die weder langweilig verstaubt noch kopflastig verquer daherkommen und trotzdem ‚modern‘ sind, die Aufführungen, die umwerfend unterhaltsam und urkomisch sind und doch ohne billige Platitüden auskommen. Dem britischen Regisseur Sam Brown und seinem Team ist am Luzerner Theater ein solcher Abend geglückt.“ (www.oper-aktuell.info)

Am 23. Februar hebt sich nun schließlich der rote Vorhang für RING AWARD 08-Gewinner Tobias Kratzer und ‚seine‘ CARMEN, eine Frau, die als Zigeunerin außerhalb der bürgerlichen Gesellschaft steht, die ohne Rücksicht auf soziale Normen ihren Sehnsüchten folgt, die auch für den Preis des eigenen Lebens nicht auf Selbstbestimmung verzichtet und der dennoch die Würde eines Tragödientods auf der Opernbühne zukommt.

 

‚POLITISCHE OPER’ AM STAATSTHEATER KARLSRUHE

Wiederaufnahme DIE PASSAGIERIN von Mieczysław Weinberg

Holger Müller-Brandes, 1997 der erste Gewinner des RING AWARD, zählt das zeitgenössische Musiktheater zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Er inszenierte u. a. bereits in der Kulturfabrik Kampnagel, Hamburg, an der Oper Graz sowie an der Staatsoper Hamburg.

Basierend auf dem berühmten Auschwitz-Roman DIE PASSAGIERIN von Zofia Posmysz komponierte der polnische Komponist Mieczysław Weinberg die gleichnamige Oper, die 1968 vollendet und erst 2006 in konzertanter Form in Moskau uraufgeführt wurde. 2010 erlebte sie dann ihre szenische Uraufführung bei den Bregenzer Festspielen. Das Staatstheater Karlsruhe bringt nun die deutsche Erstaufführung als Wiederaufnahme  in der Regie von Holger Müller-Brandes ab 21. März auf die Bühne und setzt damit die mit Erkki-Sven Tüürs WALLENBERG begonnene Reihe ‚Politische Oper’ fort. Für die Inszenierung von WALLENBERG zeichneten Regisseur Tobias Kratzer und Bühnenbildner Rainer Sellmaier verantwortlich, die als Team beim RING ARWARD 2008 als Sieger hervorgingen.

Am 21. März feiert Holger Müller-Brandes Wiederaufnahme mit DIE PASSAGIERIN, in deren Mittelpunkt die emotional aufwühlende Begegnung der ehemaligen SS-Aufseherin Lisa mit der KZ-Gefangenen Martha auf einem Ozeanliner steht. Unterstützt wird er bei seiner künstlerischen Arbeit vom bildenden Künstler Philipp Fürhofer, der unter anderem auch mit dem Opernregisseur Stefan Herheim in Amsterdam und Covent Garden zusammenarbeitete und für diese deutschsprachige Erstaufführung einen abstrakt-magischen Bühnenraum schaffen wird.

Weitere Termine: 29.03./04.04./13.05./16.05.2014 – jeweils 19.30 Uhr.

Brokeback Mountain © Teatro Real de Madrid

Verhohlene Liebe

Aus einer Kurzgeschichte wurde ein preisgekrönter Film und nun auch eine Oper: BROKEBACK MOUNTAIN, das Liebesdrama zweier homosexueller Cowboys im mittleren Westen der USA, kommt als Oper auf die Bühne des Teatro Real de Madrid. Premiere am 28. Jänner.

Die Idee zu der Oper hatte der US-Komponist Charles Wuorinen bereits vor mehreren Jahren. Von den Plänen des 75-jährigen Musikers, eines der bedeutendsten amerikanischen Komponisten der Gegenwart, erfuhr Gerard Opernintendant Mortier aus der Zeitung.

Der Belgier, der damals einen Vertrag bei der New Yorker Oper in der Tasche hatte, war von dem Vorhaben sogleich angetan. Das Projekt drohte aber zu scheitern, weil Mortier auf seinen Posten in New York wegen drastischer Etat-Kürzungen verzichtete. Der frühere Intendant der Salzburger Festspiele ließ von der Idee jedoch nicht ab; er nahm sie mit nach Madrid, wo er als künstlerischer Leiter des Teatro Real verpflichtet wurde.

Mortier machte BROKEBACK MOUNTAIN zu einem Kernstück seines Vorhabens, das bis dahin international unbedeutende Opernhaus der spanischen Hauptstadt an die europäische Spitze heranzuführen. „Die Oper ist das provokative Erbe Mortiers“, meinte die Zeitung ‚La Razón’. Der an Krebs leidende Mortier wurde im Herbst 2013 als künstlerischer Direktor abgelöst und amtiert jetzt nur noch als Berater des Opernhauses.

Die Oper ist keineswegs nur eine umgewandelte Version des Hollywood-Streifens von Ang Lee, der 2006 mit drei Oscars ausgezeichnet wurde. „Die Oper ist anders als der Film“, meinte die 78-jährige US-Autorin und Pulitzer-Preisträgerin Annie Proulx, die die Kurzgeschichte über die schwulen Cowboys verfasst hatte und auch das Libretto für die Oper schrieb. „Der Film war eher romantischer Natur, die Oper ist es nicht […] sie ist finsterer und stellt die emotionalen Spannungen stärker heraus. […] Im Grunde handelt die Oper aber nicht von Homosexualität und auch nicht von Homophobie. […] Es geht um das menschliche Bedürfnis nach Liebe.“

Der belgische Regisseur und Künstlerischer Leiter der Toneelgroep Amsterdam Ivo van Hove, der für diese Uraufführung verantwortlich zeichnet und für seine bisherigen Arbeiten schon mehrfach ausgezeichnet wurde (u. a. 2007 mit dem holländischen Preis der Kritik sowie 2008 mit dem niederländischen Prosceniumprijs), sieht in dieser Hinsicht eine Parallele zur Wagner-Oper TRISTAN UND ISOLDE, die in Madrid derzeit ebenfalls auf dem Programm steht: „Beide Opern handeln von einer unmöglichen sexuellen Liebe, die nur außerhalb der ‘normalen’ Gesellschaft erlebt werden kann – darin liegt für mich das gesellschaftliche Interesse von BROKEBACK MOUNTAIN.“

(Quelle: www.welt.de)

 

 

DOCTOR ATOMIC © Falk von Traubenberg

“DOCTOR ATOMIC”

Der dritte Streich: Nach Mieczyslaw Weinbergs Auschwitz-Oper DIE PASSAGIERIN und Erkki-Sven Tüürs WALLENBERG setzt der Intendant des Badischen Staatstheaters Karlsruhe, Peter Spuhler, der auch als Jury-Mitglied des RING AWARD fungiert, seinen Zyklus politischer Opern am Haus fort.

Der junge Regisseur Yuval Sharon, der seine Wurzeln in der freien Musiktheaterszene in den USA hat, präsentiert einen famosen DOCTOR ATOMIC – eine Oper von John Adams über den Bau der ersten Atombombe – und begeistert mit seiner Regiehandschrift die internationale Presse wie auch das Publikum.

„Allgemeines Raunen während der Premierenfeier. Von ‚Theatergeschichte’ wird gemunkelt, und die in Theatern üblichen Komplimente klingen ausnahmsweise echt. […] Außergewöhnliches ist dem Badischen Staatstheater Karlsruhe mit der Oper DOCTOR ATOMIC von John Adams ohne Zweifel gelungen.“ (opernnetz.de, Ekkehard Britsch)

„[…] John Adams’ DOCTOR ATOMIC über den Bau der ersten Atombombe ist am Samstagabend bei der Premiere zum umjubelten Publikumserfolg geworden.“ (dpa, Martin Röber)

„Mit DOCTOR ATOMIC hat das Badische Staatstheater Karlsruhe ein fesselndes Stück gewonnen, das jenseits der üblichen Opernkonventionen spielt.” (Badisches Tagblatt, Nike Luber)

„Ich hätte es früher nie für möglich gehalten, dass mich ein modernes Musikwerk derart in Begeisterung versetzen könnte. […] Fazit: ein Werk von ungeheurer Präsenz, suggestiver Faszination ähnlich wie WALLENBERG oder DIE PASSAGIERIN sollte man mehrmals auf sich einwirken lassen. Ein ganz großer Theaterabend – Bravo!“ (Der neue Merker, Gerhard Hoffmann)

Die vollständigen Kritiken finden Sie HIER:

 

La Traviata © Martina Pipprich

Umjubelte TRAVIATA am Staatstheater Mainz

Die bulgarische Ausnahme-Regisseurin Vera Nemirova, die sich als Finalistin beim RING AWARD 2000 profilieren konnte, lässt Verdis LA TRAVIATA am Staatstheater Mainz in neuem Licht erstrahlen. 
Operndirektorin Tatjana Gürbaca, die beim RING AWARD 2000 als Preisträgerin die internationale Jury von sich und ihrer Arbeit überzeugen konnte und deren Produktionen mehrfach von der Zeitschrift ‘Opernwelt’ nominiert wurden, holte Vera Nemirova nach Mainz an ihr Haus, um eine ungewöhnliche TRAVIATA zu inszenieren, die mehrere Zeitebenen miteinander verschränkt.

Neben vielen anderen Medien wurde diese Produktion u.a. von der FAZ besprochen. Zum Artikel geht es HIER

Team Pocceschi (F) / Nyffeler (CH) (c) Atelier 9

Mit ihrem Projekt des FREISCHÜTZ als „unheimlicher Psycho-Thriller mit politischer Dimension, der die Triebkräfte der Musik reflektiert“, hat das Semifinale-Team Sandra Pocceschi (F) & Cristina Nyffeler (CH)  nur knapp den Einzug ins Finale verfehlt und wurde somit von der Jury als Nachrücker-Team ausgewählt.

Ist eines der gekürten Finale-Teams verhindert, bei der Austragung von 30. Mai bis 1. Juni teilzunehmen, zieht das Team Pocceschi / Nyffeler ins Finale ein.

PAGLIACCI - GIANNI SCHICCHI (c) Teatro Regio di Parma

Italienisches Semifinalistenteam Grazzini (Regie), Belli (Bühne) & Betella (Kostüme) inszenieren am Teatro Regio di Parma

Einen Tag nach dem RING AWARD 14-Semifinale, am 12. Jänner brachten die Ring Award 14-Semifinalisten Federico Grazzini (Regie), Andrea Belli (Bühnengestaltung) und Valeria Donata Bettela (Kostüme) zwei Einakter-Meisterwerke auf die Bühne des Teatro Regio di Parma: das erschütternde Verismo-Drama PAGLIACCI und die umwerfend komische Oper GIANNI SCHICCHI. In dieser Kombination verbinden die beiden Werke auf typische Weise tragische Dramatik mit komödiantischer Satire.

Federico Grazzini zeigt mit seinen neuen Konzeptionen eine theatralische Vitalität, welche ihre Fähigkeit hervorkehrt, starke Emotionen zu erwecken.

Mehr zur Inszenierung sowie alle Spieltermine finden Sie HIER

LUZID © Bettina Frenzel

Friede, Freude, Harmonie?

Rafael Spregelburds temporeiche ‚Katastrophengeschichte’ LUZID beschreibt eine Familie im Ausnahmezustand: Mutter, Tochter und Sohn, die gekonnt leichtfüßig über ihre Lebenslügen balancieren und das Eine behaupten, derweil sie das Andere tun, reden sich bei einem gemeinsamen Essen derart in Rage, bis der ach so gemütlich geplante Abend eskaliert und die Situation zu kippen droht.

Auf die Bühne gebracht wird der familiäre Schlagabtausch als Österreichische Erstaufführung von Regisseurin Esther Muschol, die bereits 2005 im Finale des RING AWARD ihr Talent einem internationalen Publikum präsentieren konnte. Premiere ist am 17. Jänner im KosmosTheater Wien.

Finalisten RING AWARD 14 (c) Atelier 9

ALEA IACTA EST … DIE FINALISTEN 2014

Insgesamt 12 Teams haben seit gestern um den Einzug ins Ring Award 14 Finale gekämpft: Von ihnen wurde erwartet, dass sie für den zweiten Akt der Oper DER FREISCHÜTZ ein detailliertes Regiekonzept mit der dazugehörigen Bühnengestaltungslösung erstellen. Die für das Semifinale erarbeiteten Regiekonzepte und Bühnengestaltungslösungen wurden von den Teams im Rahmen einer Publikumsveranstaltung in der Montagehalle der Oper Graz vor der hochkarätigen Ring Award-Jury präsentiert. Bereits am Donnerstag gaben Arbeitsprobe vor der Ring Award-Jury Auskunft über die handwerklichen Fähigkeiten der sich bewerbenden Regisseure, die Bühnengestalter wurden ebenfalls im Vorfeld kritisch zu ihren Konzepten befragt. Die Ergebnisse dieser Vorbeurteilungen sind in die heutige Gesamtbewertung der Jury nach den Semifinale-Präsentationen miteingeflossen.  

Mit großer Freude dürfen wir Ihnen an dieser Stelle die drei Finale-Teams des Ring Award 2014 in alphabetischer Reihenfolge präsentieren:

Christiane Lutz (D) & Natascha Maraval (A)
Verena Stoiber (D) & Sophia Schneider (D)
Dan Turdén (SWE) & Marie Moberg (DK)

Den mit 1.500 Euro hoch dotierten Publikumspreis geht an das Team Lina Hölscher (D) & Hanna Penatzer (A).

Aufgabe der Finalisten in der dritten Wettbewerbsstufe, dem Finale, ist es, den zweiten Akt der Oper DER FREISCHÜTZ innerhalb von sieben Arbeitstagen mit Sängern sowie musikalischer Begleitung szenisch zu erarbeiten. Dieser wird im Finale vom 30. Mai bis 1. Juni 2014 im Schauspielhaus Graz vor Publikum und den Jurys aufgeführt.  

Fotocredits: Atelier 9

RING AWARD Intendant Heinz Weyringer

Alle Häuser kennen den Wettbewerb

“Für mich ist eigentlich das Semifinale der spannendste Teil des Wettbewerbs, da ich innerhalb von acht Stunden zwölf völlig unterschiedliche Zugänge zu einer Oper bekomme”, freut sich Heinz Weyringer auf das kommende Wochenende.

Im Interview mit der Kleinen Zeitung spricht RING AWARD-Intendant Heinz Weyringer u.a. über die Rekordzahlen bei den Einreichungen für die nunmehr 07. Ausgabe des internationalen Musiktheaterwettbewerbs und die sensationellen Erfolge früherer Semifinalisten und Finalisten an den anerkanntesten Opernhäuser Europas.

Das ganze Interview können Sie HIER nachlesen!

Hölscher & Penatzer im Interview

ON AIR!

Die Semifinalisten Lina Hölscher (Regie) und Hanna Penatzer (Bühne & Kostüme) sprechen im Radio-Interview mit dem Schauspielhaus Graz über ihre Teilnahme bei der 7. Ausgabe des internationalen RING AWARD, ihren Zugang zum Musiktheater im Allgemeinen sowie zur Wettbewerbsoper DER FREISCHÜTZ im Konkreten.

Zu hören gibt

es das Interview HIER!

Semifinale Programm

Save the date!

Am 10. & 11. Jänner wird das Semifinale des international renommierten RING AWARD in Graz ausgetragen. 

Mit 91 Teams – das sind 196 Teilnehmer aus 29 Nationen – konnte bei der 07. Ausgabe des internationalen Musiktheaterwettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung ein absoluter Teilnehmerrekord erzielt werden.

Am 11. Jänner 2014 kämpfen nun insgesamt 12 Teams in der Montagehalle der Oper Graz um den Einzug ins Finale. Der Eintritt zu dieser Publikumsveranstaltung vor der RING AWARD-Jury ist frei! Beginn ab 10.00 Uhr!

Zum Auftakt gibt es bereits am 10. Jänner um 20.00 Uhr im Next Liberty Jugendtheater ein Roundtable-Gespräch in Kooperation mit der Fachzeitschrift ‘Opernwelt’ zum Thema ‘È Strano – Singen als Beruf im heutigen Musiktheater’. Der Eintritt ist frei!

 

Das detaillierte Programm finden Sie HIER!

 

 

WAISEN © Lupi Spuma

KILL & THRILL IM SCHAUSPIELHAUS

Lina Hölscher und Hanna Penatzer, die am 11. Jänner das Semifinale der mittlerweile siebten Ausgabe des RING AWARD bestreiten werden, zeigen ihr Talent bereits jetzt

dem Grazer Publikum: Ihre Inszenierung von Dennis Kellys WAISEN auf der Ebene 3 im Schauspielhaus Graz präsentiert sich als spannender Psychothriller zwischen Liebe, Lügen, Vorurteilen und Gewalt.

Am 16. Dezember sowie am 16. Jänner gibt es noch die Gelegenheit, hautnah mitzuerleben, wie ein scheinbar romantisches Abendessen in ein politisches Verwirrspiel mündet.

Claudia Weyringer

Bei ihrer ersten Wagner-Oper wäre sie beinahe eingeschlafen, heute ist sie glühende Botschafterin für die Werke Richard Wagners.

Claudia Weyringer ist seit vielen Jahren gemeinsam mit ihrem Mann Heinz Weyringer eine treibende Kraft des Wagner Forum Graz, eines Vereins,

der sich den Werken des deutschen Tonsetzer-Titanen Richard Wagner aus liberaler und moderner Perspektive widmet. Zudem ist sie seit der ersten Ausgabe des international renommierten Musiktheaterwettbewerbes RING AWARD in dessen Organisationskomitee tätig.

Im Gespräch mit dem Monatsmagazin DIE STEIRERIN berichtet Claudia Weyringer von ihrer Leidenschaft für Wagner und das Musiktheater und gibt erste Einblicke in das Programm des Internationalen Richard Wagner-Kongresses, der als künstlerisches und touristisches Großereignis 2014 in Graz stattfinden wird.

Den ganzen Artikel zum Nachlesen finden Sie HIER.

Candide

Ring Award-Gewinner Sam Brown inszeniert Leonard Bernsteins CANDIDE an der Opéra national de Lorraine.

Noch bevor Sam Brown und Kollegin Annemarie Woods mit der Belcanto-Oper LA FAVORITE an die Oper Graz zurückkehren (ab 26. April 2014), geht der englische Regisseur für eine spannende Produktion nach Nancy, um dort CANDIDE von Leonard Bernstein zu inszenieren.

Candide, der unbedarfte und naiv optimistische Held, befindet sich auf Irrfahrten durch eine böse und niederträchtige Welt auf der verzweifelten Suche nach seiner Geliebten. Doch Schlechtigkeit und menschliche Abgründe begegnen ihm statt der »Besten aller Welten« stets aufs Neue.

Basierend auf Voltaires philosophisch-satirischem Roman CANDIDE – einem grellen Gemisch aus Abenteuergeschichte, Märchen und Zeitkritik – schuf Bernstein eine schillernde Komposition für das Musiktheater, die nun von Regisseur Sam Brown auf die internationale Opernbühne von Nancy gebracht wird.  Premiere am 5. Dezember 2013.

 

 

Herzlichen Glückwunsch!

GRATULATION x 2

Die Zeitschrift „Opernwelt“ hat in ihrer jährlichen Kritikerumfrage die Operndirektorin des Staatstheater Mainz, Tatjana Gürbaca, die auch dieses Jahr wieder in der RING AWARD-Jury wirken wird, mit dem begehrten Titel der „Regisseurin des Jahres“ ausgezeichnet. In der Urteilsverkündung begründet die Jury ihre Entscheidung wie folgt: 

„Sie hat Mut. Fährt schon mal volles Risiko. Befragt jedes Stück radikal aufs Hier und Heute. In zwingenden, oft surrealen Bildern. Um sich und uns zu überraschen. Das ist Tatjana Gürbaca, der ‚Regisseurin des Jahres‘, immer wieder gelungen, seit sie im Jahr 2000 beim Grazer RING AWARD  reüssierte. In der vergangenen Saison mit einem schaurig-schönen, unter Sonnenblumen delirierenden MACBETH in Mainz, wo sie seit 2011 als Operndirektorin die Musiktheatersparte leitet.“

Zugleich gewinnt Tatjana Gürbaca auch noch in der Kategorie „Aufführung des Jahres“ mit ihrer Inszenierung des PARSIFAL, die an der Vlaamse Oper in Antwerpen/Gent in der vergangenen Spielzeit aufgeführt wurde.

Zum RING AWARD-Semifinale am 10. Jänner 2014 wird Tatjana Gürbaca bei einem spannenden Roundtable-Gespräch mit u. a. Elisabeth Sobotka, Intendantin der Oper Graz, Dietmar Schwarz, Intendant der Deutschen Oper, und dem Chefdirigenten der Oper Graz, Dirk Kaftan, über den Beruf der Sängerin/des Sängers im heutigen Musiktheater diskutieren. Beginn 20.00 Uhr, Theater Next Liberty, Graz.

Auch in Berlin gibt es Anlass zur Freude: Die Komische Oper konnte die Auszeichnung „Opernhaus des Jahres“ für sich verbuchen. Gleich in seiner ersten Spielzeit habe Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky mit einem bunten und vitalen Ensemble große Publikumserfolge erzielt, so die renommierte Jury der Fachzeitschrift „Opernwelt“.

Wir gratulieren sehr herzlich!

Die Pilger von Mekka

Exotismus & Sehnsucht

Der österreichische Bühnenbildner Nikolaus Webern, der beim Ring Award 2011 mit Regisseur Morten K. Roesen und Kostümbildnerin Carla Caminati den ring.award.off gewonnen hat, zeichnet  nun ab 27. Oktober für den Bühnenentwurf zu DIE PILGER VON MEKKA am Landestheater Salzburg verantwortlich. Die Regie bei dieser Produktion übernimmt Jacopo Spirei. 

Christoph Willibald Glucks Opéra comique – seine Fassung der „Entführung aus dem Serail“ –  verbindet unterschiedliche Stilmittel wie orientalische Folklore, volkstümliche Lieder und anspruchsvolle Arien und zeigt dabei die bewegende Geschichte eines Aristokraten, der sich auf die Suche nach seiner von Piraten entführten Verlobten begibt und diese schließlich am Hof eines Sultans aufspürt.

Im nächsten Jahr kehrt Nikolaus Webern mit Regisseur Josef Maria Krasanovsky nach Graz ins Next Liberty zurück: Das Team widmet sich der Neu-Dramatisierung von Ödön von Horvaths erfolgreichstem Roman JUGEND OHNE GOTT. Premiere am 28. Feburar 2014.

RA-Semifinale

Semifinale – Die Entscheidung ist gefallen

Zu allererst möchten wir allen Teilnehmern sehr herzlich für deren überwiegend ganz tollen Leistungen beim Ring Award 2014 danke sagen!

Überaus erfreulich waren in diesem Jahr die Rekordzahl und die Qualität der Einreichungen, welche es den Jurymitgliedern wirklich nicht leicht machten, eine Entscheidung zu treffen. Noch deutlicher als sonst gab es viel zu wenige Plätze im Semifinale, und so waren zusätzliche Bewertungsrunden für die Mitglieder der Ring Award-Jury nötig. 

Unsere diesjährigen Teilnehmer haben wieder bewiesen, dass es keinem am Theater Interessierten um die Zukunft des Musiktheaters bange sein muss, solange es solche jungen engagierten Theatermacher gibt!

Wir gratulieren den 12 Semifinalisten-Teams und wünschen allen Teilnehmern alles Gute und viel Erfolg bei ihren zukünftigen künstlerischen Vorhaben.

Semifinale-Teams RING AWARD 14:

Andrea Bernard (I) / Elena Beccaro (I)

Diane Chèvre-Clément (F) / Barbara del Piano (F)

Anna Dirckinck-Holmfeld (DK) / Signe Beckmann (DK)

Federico Grazzini (I) / Andrea Belli (I) / Valeria Donata Bettella (I)

Lina Hölscher (D) / Hanna Penatzer (A)

Daniela Kerck (D) / Hannah König (A)

Christiane Lutz (D) / Natascha Maraval (A)

Francesco Marchesi (I) / Alessandra Boffelli-Serbolisca (I)

Sandra Pocceschi (F) / Cristina Nyffeler (CH)

Tobias Ribitzky (D) / Florian Angerer (A) / Elvira Freind (D)

Verena Stoiber (D) / Sophia Schneider (D)

Dan Turdén (SWE) / Marie Moberg (DK)

12 instead 9 semifinale teams

Semifinale-Teams

Aufgrund der großen Zahl und durchwegs hohen Qualität der insgesamt 91 Einreichungen aus 29 Nationen beschloss die Jury des RING AWARD 14, in dieser 7. Ausgabe des Wettbewerbs statt der ursprünglich vorgesehenen 9 nunmehr 12 Teams ins Semifinale aufsteigen zu lassen.

Die Bekanntgabe der Semifinale-Teams erfolgt noch diese Woche.
 

Lohengrin

Wagner-Expertin in Basel

Vera Nemirova, die 2000 den RING AWARD gewann und deren Inszenierungen von der Fachzeitschrift ‚Opernwelt’ mehrfach als Jahresbestleistungen nominiert wurden, erarbeitet mit LOHENGRIN ihre zweite Regie am Theater Basel, wo sie 2012/13 bereits einen großen Erfolg mit UN BALLO IN MASCHERA feierte.
Die in Bulgarien geborene Regisseurin schloss im Januar 2012 ihre Inszenierung der gesamten Tetralogie von Richard Wagners RING DES NIBELUNGEN an der Oper Frankfurt ab und gilt als besonders ausgewiesene Wagner-Expertin.  Ihr vielfach bejubelter Frankfurter „Scheiben-Ring“ ist unter Fachkreisen bereits legendär.

Zu sehen gibt es Nemirovas LOHENGRIN ab 20. Oktober. 

David Hermann

„Oh donna mia!“

David Hermann, Gewinner des RING AWARD 2000, inszeniert am Aalto Musiktheater – Theater & Philharmonie Essen Verdis Oper MACBETH, deren tinta musicale schwärzer und ausweglos gespenstischer erscheint als in allen anderen Opern Verdis.

Zu sehen gibt es Hermanns Inszenierung ab 19. Oktober.

 

Attila

Die Geißel Gottes

Regielegende Peter Konwitschny, seit Beginn des RING AWARD als Jury-Mitglied tätig, brachte im Juli 2013 mit Verdis Jugendwerk ATTILA den blutrünstigen Kampf zwischen dem christlichen Italien unter der Führung Roms und den heidnischen Eindringlingen auf die Bühne des Theaters an der Wien. In Konwitschnys polarisierender, provokant-witziger Deutung verwüstet Hunnenkönig Attila, die „Geißel Gottes”, nicht nur Italien mit seinen Eroberungszügen, sondern metzelt sich dabei auch durch verschiedene Lebensphasen – gleichsam vom Kindergarten bis ins Altersheim.

„Konwitschny hat diesem ‚Attila’ jedes pathetische Nationalgehabe heruntergerissen und räumt mit Pseudo-Kriegsverherrlichungen genüsslich auf. […] Ja, wo Peter Konwitschny draufsteht, ist Action drin.“ (Kurier)

Am Samstag, dem 12. Oktober, zeigt 3sat nun Konwitschnys heiß diskutiertes Werk in einer Erstausstrahlung: Um 21.30 Uhr hebt sich der Vorhang noch einmal für diese Produktion.

Ein Maskenball

Die Ballsaison ist eröffnet

Am Staatstheater Karlsruhe folgt auf die Beiträge zum Wagner-Jahr 2013 nun die Hommage an den gleichaltrigen Verdi.

Das Haus lud Aron Stiehl, Semifinalist beim RING AWARD 1997, ein, die Oper EIN MASKENBALL von Giuseppe Verdi zu inszenieren (Premiere am 12. Oktober). Stiehl konnte sich in Karlsruhe bereits mit RITTER BLAUBART, TANNHÄUSER und DIE VESTALIN künstlerisch beweisen und wurde dafür von Presse und Publikum mit viel Lob bedacht.

91 eingereichte Konzepte!

Mit freudiger Erwartung sind alle Augen auf das Semifinale am 10.-11. Jänner gerichtet. 

Die Publikumsveranstaltung mit der Präsentation der Projekte findet am 11. Jänner 2014 in der Montagehalle der Oper Graz statt. 

Men Women

Bereits 437 Männer, darunter 269 Regisseure und 168 Bühnenbildner, und 516 Frauen, aufgeteilt in 231 Regisseurinnen und 285 Bühnenbildnerinnen, haben insgesamt seit dem ersten Ring Award 1997 am internationalen Wettbewerb teilgenommen. 

Dieses Jahr waren es 74 Männer (45 Regie; 29 Ausstattung) und 108 Frauen (46 Regie; 62 Ausstattung).

29 Nationen

Around the world …

Seit 1997 zählt der RING AWARD mit dem aktuellen Einreichungsrekord bereits 492 Teams, das sind insgesamt 1039 Teilnehmerinnen. Dieses Jahr haben 91 Teams, zusammengesetzt aus 196 jungen KünstlerInnen aus 29 verschiedenen Nationen, ihre vielversprechenden Konzepte eingereicht.

Die diesjährigen Nachwuchstalente kommen aus:

Albanien, Argentinien, Bangladesch, Belgien, Bulgarien, China, Italien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Japan, Kanada, Kolumbien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Mexiko, Niederlande, Österreich, Portugal, Russland, Schweden, Schweiz, Slowenien, Spanien, Südkorea, Tschechische Republik, USA 

 

Startschuss für die Saison 2013/14

Wer, was, wo, wann?

Inszenierungen unserer ehemaligen RING AWARD-Teilnehmer/Innen bis Ende dieses Jahres im Überblick:

Regisseur Tobias Kratzer und Ausstatter Rainer Sellmaier, die beim RING AWARD 08 als Team ATEF sämtliche Preise gewinnen konnten, starteten mit Wagners LOHENGRIN am 7. September am Nationaltheater Weimar in die neue Saison. In diesem Jahr gibt es in der vorweihnachtlichen Zeit dann auch ein Wiedersehen mit den beiden in Österreich: Am Stadttheater Klagenfurt bringt das Duo am 19. Dezember DIE CSÁRDASFÜRSTIN von Emmerich Kálmán zur Premiere.

RING AWARD 08-Finalist Alexander Charim zeichnet am Theater Aachen für die Inszenierung von Beethovens FIDELIO verantwortlich – Premiere am 15. September. 

Vera Nemirova, die 2000 den RING AWARD gewann und deren Inszenierungen von der Fachzeitschrift ‚Opernwelt’ mehrfach nominiert wurden, erarbeitet mit LOHENGRIN ihre zweite Regie am Theater Basel, wo sie 2012/13 einen großen Erfolg mit UN BALLO IN MASCHERA feierte. Zu sehen gibt es ‚ihren’ LOHENGRIN ab 20. Oktober. 

Mit Premiere am 31. Oktober inszeniert Tatjana Gürbaca, Operndirektorin des Staatstheater Mainz und RING AWARD 2000 Preisträgerin, in Kooperation mit der Hochschule für Musik Mainz RINALDO von Georg Friedrich Händel.

David Hermann, Gewinner des RING AWARD 2000,  inszeniert L’ITALIANA IN ALGERI von Gioachino Rossini am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen (Premiere am 28. September 2013) sowie am Aalto Musiktheater – Theater & Philharmonie Essen Verdis MACBETH (Premiere am 19. Oktober).

Opernliebhaber dürfen sich auf weitere Inszenierungen von Jim Lucassen, RING AWARD 08 Teilnehmer und Gewinner des Sonderpreises des Theater Heidelberg, freuen: An der Oper Frankfurt präsentierte er am 8. September Dvořáks RUSALKA.

Aron Stiehl, Semifinalist beim RING AWARD 1997, übernimmt am Staatstheater Karlsruhe die Regie für EIN MASKENBALL von Giuseppe Verdi (Premiere am 12. Oktober).

Esther Muschol, Semifinalistin des RING AWARD 05, kehrt  am 2. Oktober mit MARILYN MONROES LETZTES BAND von Bernd Steets ans Landestheater Detmold zurück.

Holger Müller-Brandes, RING AWARD Gewinner 1997, überrascht in der neuen Spielzeit mit einer Unterwasser-Oper: DAS ALTER DER WELT – Komposition von Susanne Stelzenbach nach einer Idee von Claudia Herr – Premiere am 21. September im Hallenbad Geiselweid Winterthur.

Magdolna Parditka, RING AWARD 05 Finalistin, erarbeitet am Theater Bonn die Oper WRITTEN ON SKIN von George Benjamin. Die deutschsprachige Erstaufführung an der Bayrischen Staatsoper im Juli 2013 – das Stück feierte ein Jahr zuvor seine Uraufführung beim Festival Aix-en-Provence – löste bei Presse und Publikum große Begeisterung aus. Für diese Premiere am 29. September wird Parditka die Inszenierung und die gesamte Ausstattung  übernehmen.

Einreichungen RA 14 (c) Karim Zataar

Fulminanter Auftakt!

Mit seiner Einreichungsdeadline am 5. August 2013 hat der Ring Award 14 seine erste von drei Stufen erklommen. Bis zu diesem Termin hatten RegisseurInnen und BühnengestalterInnen weltweit die Chance, ihre Konzepte zur Wettbewerbsoper DER FREISCHÜTZ von Carl Maria von Weber einzureichen. 

Mit insgesamt 91 eingereichten Konzepten von Teams aus 29 verschiedenen Nationen erreicht der Ring Award seinen bisherigen Einreichungsrekord.

Detaillierte Informationen zu den Einreichungen finden Sie HIER

Einreichung

Rekordzahlen bei den Einsendungen für den 7. Ring Award!

Zahlreiche vielversprechende Konzepte haben uns in den letzten Wochen erreicht – wie viele es genau waren und welche Nationen vertreten sind, geben wir bald bekannt.

5vor12

Anmeldeschluss

Der letzte Tag unserer Anmeldung ist nun schließlich da!

Bis Mitternacht können noch Konzepte eingereicht werden – wir freuen uns auf weitere Anmeldungen.

wagner-briefmarke

SIGNED, SEALED AND DELIVERED …

Es ist August und nur mehr wenige Tage bis zum Anmeldeschluss!

Unser ‘Postfach’ freut sich auf weitere Anmeldungen und Einreichungen.

Splish Splash

SPLISH SPLASH, I WAS TAKING A BATH

Die Sonne brennt, das kühle und erfrischende blaue Nass lockt … dennoch:
Unsere Nachwuchstalente waren fleißig und kreativ!

Viele Einreichungen aus den unterschiedlichsten Nationen sind trotz des schönen Wetters bei uns bereits eingetroffen – wir freuen uns auf weitere spannende Projekte!

Die Einreichfrist endet am 5. August!

Oper Graz Spielzeit 13/14

Die Spielzeit 2013/14 an der Oper Graz

Am 23. April stellten Oper Graz-Intendantin Elisabeth Sobotka und ihr Team den Spielplan für die kommende Musiktheatersaison 2013/14 in Graz vor. Dies wird Sobotkas vorletzte Spielzeit am Grazer Opernhaus sein, da neue berufliche Herausforderungen sie zu den Bregenzer Festspielen rufen. Ihre Nachfolge wird die gebürtige Schweizerin Nora Schmid antreten. Auch das Chefdirigat der Oper Graz wird neu besetzt. Dirk Kaftan, 2006 bis 2009 Erster Kapellmeister der Oper Graz und danach Generalmusikdirektor in Augsburg, folgt auf Johannes Fritzsch als Chefdirigent.

Im Rahmen der Präsentation fand auch der RING AWARD zwei Mal besondere Erwähnung: Intendantin Sobotka freute sich, bekannt geben zu dürfen, dass das RING AWARD 11-Finalisten-Team Sam Brown (Regie) und Annemarie Woods (Ausstattung) Gaetano Donizettis selten gespielte Belcanto-Oper La favorite am 26. April 2014 auf die Bühne bringen wird. In diesem Theaterjahr gab bzw. gibt es von ihnen u. a. DER ZIGEUNERBARON am Stadttheater Klagenfurt, THE IMPORTANCE OF BEING EARNEST an der Opéra National de Lorraine und LA CENERENTOLA am Luzerner Theater zu sehen.

Auch RING AWARD-Jurymitglied Peter Konwitschny – vielfacher Regisseur des Jahres – zieht es wieder nach Graz. Er inszenierte zuletzt die erfolgreichen  Produktionen LA TRAVIATA und PIQUE DAME an der Oper Graz und in dieser Spielzeit FAUST mit Burgtheaterstar Udo Samel in der Titelpartie am Schauspielhaus Graz. Nun bringt er Leoš Janáčeks JENŮFA auf die Hauptbühne – Premiere ist am 29. März 2014.

Die kommende Saison 2013/14 bringt weiter große Klassiker wie Wagners LOHENGRIN (zur Saisoneröffnung), Mozarts Zauberflöte und Puccinis Turandot auf die Grazer Opernbühne. Weiter im Programm: die Benatzky-Operette Im weiSSen Rössl  und das Musical CAROUSEL von Rodgers & Hammerstein.

OperAktiv!, das theaterpädagogische Programm der Oper Graz, gibt Schulklassen oder Schultheatergruppen im Rahmen von RING AWARD NEXT GENERATION die Möglichkeit, das Podium des Wettbewerbs zu benutzen, um sich mit eigenen Konzepten zu Wagners Oper LOHENGRIN als ‚Mitbewerber’ auf den Bühnen der nächsten Jahrzehnte zu qualifizieren. Zwei der teilnehmenden Gruppen erhalten schließlich die einmalige Chance, ihre Präsentation vor den prominenten Mitgliedern der RING AWARD-Jury zu zeigen!

Das Spielplanbuch mit allen Premieren gibt es auf der Website der Oper Graz zum Durchblättern.

„....BLUTROT DIE SEGEL, SCHWARZ DER MAST? “

Martina Segna, Teilnehmerin beim RING AWARD 05, gestaltet das Bühnenbild für Wagners FLIEGENDEN HOLLÄNDER an der Semperoper

Dresden Regisseurin Florentine Klepper, deren Inszenierung von Claudio Monteverdis L’INCORONACZIONE DI POPPEA in der Spielzeit 2010/11 an der Semperoper Premiere hatte, inszeniert nun Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER – Premiere am 15. Juni.

Dabei interessiert sich die deutsche Regisseurin vor allem für den in der romantischen Oper typischen Einbruch des Übersinnlichen – hier den Holländer, der dazu verdammt ist, bis ans Ende der Zeit auf dem Meer die Erde zu umsegeln – in die Realität und entwickelt so ein magisches Traumspiel. Für die Bühnengestaltung zeigt sich Martina Segna verantwortlich, die als Teilnehmerin am RING AWARD 05 mit ihrem Konzept zu Mozarts LE NOZZE DI FIGARO ihr großes Talent unter Beweis stellen konnte.

La Cenerentola (c) Luzerner Theater/Höhnl

Sam Brown und Annemarie Woods inszenieren turbulente Screwball Comedy am Luzerner Theater

Ein Prinz auf Brautschau, ein Familienvater in finanzieller Not, den Freuden des ­Alkohols gleichwohl nicht abgeneigt, drei Schwestern unter Supermodel-Konkurrenzdruck, ein Kammerdiener auf

Schauspiellehrgang und ein Philosoph als Lebensberater und Krisenmanager – das sind die Ingredienzien der Opera buffa LA CENERENTOLA, der sich das RING AWARD 11 Gewinnerteam Brown und Woods am Luzerner Theater annehmen. Premiere ist am 2. Juni.

Ein Wiedersehen mit Brown und Woods in Graz gibt es am 26. April 2014. In der nächsten Spielzeit der Oper Graz bringen sie Gaetano Donizettis selten gespielte Belcanto-Oper LA FAVORITE auf die Bühne.

DIE PASSAGIERIN

Großer Erfolg für Holger Müller-Brandes

Holger Müller-Brandes, der erste Gewinner des RING AWARD 1997, brachte am 18. Mai DIE PASSAGIERIN von Mieczysław Weinberg zur Premiere auf der Bühne des Staatstheater Karlsruhe

Die Premiere wurde von Presse wie auch Publikum begeistert aufgenommen.

“Das Publikum ist fasziniert; es gibt lange anhaltenden Applaus und schließlich stehende Ovationen [...] eine große Aufführung.” (PAMINA - Online-Magazin für klassische Musik in Karlsruhe und Umgebung)

 Weitere Kritiken zum Download finden Sie HIER!

Jim Lucassen WERTHER © Christina Canaval

Erfolgreicher RING AWARD 08-Teilnehmer Jim Lucassen eröffnet Saison 2013/14 an der Oper Frankfurt

Der holländische Regisseur Jim Lucassen gewann mit seinem Inszenierungskonzept zu Verdis RIGOLETTO beim RING AWARD 08 den Sonderpreis des Theater Heidelberg. Seinen vielversprechenden Entwurf präsentierte er an der Oper Graz und der Komischen Oper Berlin. Mit zwei weiteren RING AWARD Teams wagte Lucassen auch den Sprung über den Atlantik und präsentierte im Dezember 2008 sein Konzept in New York auf Einladung des Austrian Cultural Forum New York (acfny) vor Gästen des acfny, der NY Wagner Society und der MET.

Als Gewinner des RING AWARD-Sonderpreises wurde er 2009 mit der Inszenierung „seines“ RIGOLETT0 am Theater Heidelberg beauftragt. Mit dieser Premiere am Theater Heidelberg feierte Lucassen zugleich erfolgreich sein Deutschlanddebüt. Diese Produktion wurde vom Badischen Staatstheater Karlsruhe übernommen und im November 2011 zur Aufführung gebracht. Am 24. September 2012 zeichnete er für die Regie von Mozarts COSI FAN TUTTE an der Opéra National de Lorraine in Nancy verantwortlich, am 9. März brachte er Jules Massenets WERTHER auf die Bühne des Salzburger Landestheaters.

Weitere spannende Projekte warten auf den jungen Regisseur, der u. a. bei Robert Carsen, Peter Sellars, Harry Kupfer sowie Ursel & Karl-Ernst Hermann als Assistent wirkte. Am 8. September 2013 wird er in Frankfurt, an einem der führenden Opernhäuser Europas, die Saison 2013/14 mit Dvořáks RUSALKA eröffnen.

VERA NEMIROVA TRIFFT AUF TRISTAN UND ISOLDE

Die in Bulgarien geborene Regisseurin und Meisterschülerin von Peter Konwitschny gewann 2000 den RING AWARD sowie 2002 den Förderpreis der Akademie ‚Musiktheater heute’ der Kulturstiftung der Deutschen Bank. Im März 2006 erhielt sie den Kunstpreis Berlin in der Sektion Darstellende Kunst der Berliner Akademie der Künste. Ihre Inszenierungen wurden von der Fachzeitschrift ‚Opernwelt’ mehrfach nominiert. Zahlreichen Opernfans sowie der internationalen Presse ist Vera Nemirova u. a. zuletzt besonders durch ihre hochgerühmte Interpretation von Wagners RING DES NIBELUNGEN an der Frankfurter Oper bekannt. Die medial vielbeachtete Tetralogie (Start mit RHEINGOLD im Mai 2010) erlebte mit GÖTTERDÄMMERUNG am 29. Jänner 2012 ihren krönenden Abschluss, wurde vom Premierenpublikum begeistert aufgenommen und hat inzwischen einen Kultstatus als der berühmte ‚Scheiben-RING’ erreicht.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Richard Wagner kommt nun auch TRISTAN UND ISOLDE in einer Neuinszenierung heraus. Vera Nemirova kehrt nach ihren früheren Bonner Erfolgen MACBETH, FAUST und L’ELISIR D’AMORE wieder an die Bonner Opernbühne zurück.

Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Stefan Blunier, der mit diesem Dirigat an seinen Bonner TANNHÄUSER der Spielzeit 2009/2010 anknüpft. TRISTAN UND ISOLDE, ursprünglich als ‚unaufführbar’ eingestuft, gilt seit der Uraufführung 1865 am Münchner Hoftheater als zukunftsweisendes Schlüsselwerk der Neuen Musik und ist repräsentativ für die von Wagner konzipierte neue Form des Musikdramas.

Am 28. April bringt nun Vera Nemirova Wagners psychologisches Meisterwerk auf die Bühne des Theater Bonn.

DER WEIBSTEUFEL © Christian Herzenberger

Esther Muschol, RING AWARD 05-Semifinalistin, bringt DER WEIBSTEUFEL von Karl Schönherr auf die Bühne des Theater Phönix in Linz.

Am 30. Oktober 2012 feierte Esther Muschol eine von der Presse wie auch Publikum gefeierte Österreichische Erstaufführung von Juli Zehs Kriminalroman SCHILF am Kosmostheater in Wien.

Im Jänner hat die junge Regisseurin aus München ihre Zelte in Linz aufgeschlagen und inszeniert dort Schönherrs alpenländische Ménage-à-trois zwischen Begehren und Benutzen am Theater Phönix. Premiere wurde am 24. Jänner gefeiert.

PARSIFAL x 2

Tatjana Gürbaca, Operndirektorin am Staatstheater Mainz und RING AWARD 2000-Preisträgerin, inszeniert PARSIFAL an der Vlaamse Opera, Antwerpen. Auch Intendantin Birgit Meyer zeigt bei sich an der Oper Köln einen spannenden PARSIFAL.

Tatjana Gürbaca, mehrfach in der Zeitschrift ‚Opernwelt’ für ihre Produktionen als Regisseurin des Jahres nominiert, war Preisträgerin im Finale des RING AWARD 2000 und inszenierte daraufhin TURANDOT an der Oper Graz. Gürbaca studierte Regie an der Hochschule für Musik ‚Hanns Eisler’ in Berlin. Ihre Ausbildung wurde ergänzt durch Meisterkurse u. a. bei Ruth Berghaus und Peter Konwitschny. Seit Beginn der Spielzeit 2011/2012 ist Gürbaca Operndirektorin am Staatstheater Mainz, an dem sie bereits mehrfach inszenierte.

Am 26. März 2013 feiert sie Premiere mit Wagners PARSIFAL an der Vlaamse Opera in Antwerpen. Hausherr Intendant Aviel Cahn ist wie Tatjana Gürbaca Mitglied der Intendanten-Jury des RING AWARD 14.

Am 29. März 2013 feiert dann bereits die nächste PARSIFAL-Inszenierung ihre Premiere – dieses Mal an der Oper Köln. Regisseur Carlus Padrissa wurde in Barcelona geboren und war einer der Mitbegründer von LA FURA DELS BAUS, der legendären Theatergruppe, die weltweit inszeniert und auch diverse Großereignisse – u. a. die Eröffnung der Olympischen Spiele in Barcelona – mitgestaltete. Padrissa ist künstlerischer Leiter des Schiffes NAUMON, das in ein schwimmendes Kulturzentrum umgewandelt wurde. Nun bringt er Wagners Bühnenweihfestspiel auf die Bühne der Oper Köln, deren Intendantin Birgit Meyer ebenfalls Mitglied in der Intendanten-Jury des RING AWARD 14 ist.

Sam Brown & Annemarie Woods

DER ZIGEUNERBARON AM STADTTHEATER KLAGENFURT

RING AWARD 11 Finalisten-Team, Regisseur Sam Brown und Ausstatterin Annemarie Woods, widmet sich dem ZIGEUNERBARON von Johann Strauss.

Beim RING AWARD 11 konnten Sam Brown und Annemarie Woods sowohl Publikum, Presse als auch die Juroren mit ihrem Konzept zu Johann Strauss’ FLEDERMAUS begeistern. Zudem gewannen sie als Team eine Einladung an das Luzerner Theater. 2012 erhielt ihre Inszenierungskonzept zu Bellinis I CAPULETI E I MONTECCHI den ersten Preis beim sechsten Europäischen Opernregiewettbewerb. Diese Produktion wird in weiterer Folge an den Opernhäusern in Brescia, Como, Pavia und Verona zur Aufführung kommen. Nach Browns Opernregie-Debüt an der Bayerischen Staatsoper München mit SIGURD DER DRACHENTÖTER, wofür Annemarie Woods erneut die Ausstattung übernahm, kehrt der gebürtige Engländer nun wieder nach Österreich zurück.

Am 2. Dezember 2012 feierte Sam Brown Premiere mit DER ZIGEUNERBARON am Stadttheater Klagenfurt. Diese Produktion ist noch bis Ende Februar in Klagenfurt zu sehen. Die genauen Termine finden Sie HIER!. Sichern Sie sich jetzt noch schnell Ihre Tickets.

Weitere Stationen in der Spielzeit 2012/13 sind u. a. die Opéra National de Lorraine (THE IMPORTANCE OF BEING EARNEST) und das Luzerner Theater (LA CENERENTOLA).

 

GASPARONE

Carla Caminati, Gewinnerin des RING AWARD OFF 2011, an der Oper Graz

Carl Millöckers GASPARONE feiert am 23. Februar 2013 Premiere an der Oper Graz. Für die Ausstattung zeichnet die Schweizer Kostümbildnerin Carla Caminati verantwortlich. Zusammen mit dem dänischen Regisseur Morten K. Roesen und dem österreichischen Bühnenbildner Nikolaus Webern gewann Carla Caminati 2011 den RING AWARD 0FF. Caminati wurde 1981 in Basel geboren und studierte 2002 bis 2006 Modedesign in Wien. Es folgten Berufserfahrungen als Modedesignerin in Antwerpen und Wien. Ab 2007 arbeitete Carla Caminati als Kostümassistentin am Opernhaus Zürich, bei den Salzburger Festspielen und am Theater an der Wien.

Ab 2008 entwarf sie ihre eigenen Kostüme für das Theater Neumarkt Zürich, das Luzerner Theater und das Theater der Künste Zürich.

Caminati entwarf in der Spielzeit 2011/12 die Kostüme für Anno Schreiers Uraufführung DIE STADT DER BLINDEN am Opernhaus Zürich, für Donizettis MARIA STUARDA am Landestheater Linz und für Scarlattis GRISELDA am Staatstheater Kassel. 2012/13 sehen wir ihre Ausstattungen u. a. zu Mozarts ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL am Saarländischen Staatstheater und zu Purcells KING ARTHUR am Landestheater Linz.

 

David Hermann (c) Pascal Bühning

DIE ZAUBERFLÖTE in der Regie von David Hermann

David Hermann, international vielbeachteter Regisseur, konnte 2000 beim zweiten RING AWARD-Wettbewerb zu Richard Wagners PARSIFAL, den er gewann, sein Können als Regisseur unter Beweis stellen.

Aviel Cahn, Mitglied der Intendanten-Jury beim RING AWARD 14, holt den deutschen Regisseur nun an sein Haus. Am 12. Dezember 2012 inszeniert Hermann an der Vlaamse Opera in Antwerpen DIE ZAUBERFLÖTE.

 

RING AWARD Opening (c) Karim Zaatar

Der Startschuss ist gefallen!

Das große Highlight beim Opening des bereits 7. internationalen RING AWARD war die mit Spannung erwartete Bekanntgabe der Wettbewerbsoper. Der RING AWARD 14 widmet sich Carl Maria von Webers romantischer Oper DER FREISCHÜTZ. Anmeldungen zum Wettbewerb können ab jetzt auf der Website eingereicht werden.

Ein sehr interessantes Podiumsgespräch über das nach wie vor brisante Thema ‘Welches Medium braucht ein Stoff?’ regte im Anschluss an das Opening dazu an, über die breite Palette heutiger medialer Ausdrucksmöglichkeiten und die verschiedenen Zugänge zur Umsetzung diverser Stoffe auf der Opern- bzw. Theaterbühne sowie im Film zu diskutieren.

Neben Bühnenbildnerin Katrin Lea Tag, der Gewinnerin der allerersten Ausgabe des Wettbewerbs von 1997, fand sich Anna Bergmann, international viel beachtete Regisseurin, die zuletzt FREISCHÜTZ als Eröffnungsinszenierung der Intendanz Florian Scholz am Stadttheater Klagenfurt auf die Bühne brachte, zum Gespräch ein. Als dritte Gesprächspartnerin durfte Regina Guhl, Chefdramaturgin am Schauspielhaus Graz, die gerade beide Teile des FAUST mit

Regielegende Peter Konwitschny in Graz probt, begrüßt werden. Susanne Herrnleben moderiete das Gespräch.

Impressionen zum Abend finden Sie auf Facebook!

Barrie Kosky (c) Gunnar Geller

Intendant Barrie Kosky inszeniert Mozarts ZAUBERFLÖTE an der Komischen Oper Berlin

Rauchschwaden, die sich zu Bildern formen – Blumen, die wie von Zauberhand im Zeitraffer wachsen – Elefanten, die in Cocktailgläsern schwimmen – fliegende Flöten, tanzende Glöckchen … Nichts ist unmöglich in der neuen ZAUBERFLÖTE an der Komischen Oper Berlin, die RING AWARD-Jurymitglied und Intendant Barrie Kosky gemeinsam mit der britischen Theatertruppe »1927« inszeniert.
 
Die humorvollen Shows von »1927« mit ihrer Interaktion zwischen Filmanimation und live agierenden Schauspielern begeistern Zuschauer auf der ganzen Welt. Mit den beiden Shows BETWEEN THE DEVIL AND THE DEEP BLUE SEA und THE ANIMALS AND CHILDREN TOOK THE STREETS haben sie nicht nur zahlreiche Preise gewonnen, sondern sind um den halben Erdball getourt, von den Vereinigten Staaten bis Neuseeland, von Nigeria bis Südkorea. Nun schlägt die internationale Theatergruppe ihre Zelte in Berlin auf und widmet sich Mozarts phantastischer Welt um Papageno und Papagena.
 
Premiere ist am 25. November an der Komischen Oper Berlin.

OPENING RING AWARD 14

22. November 2012, um 19.30 Uhr im Next Liberty Graz. Der Eintritt ist frei!

„Welches Medium braucht ein Stoff?“

Eine sachkundige und theatererfahrene Runde von Gesprächspartnern – nämlich Anna Bergmann (Regisseurin, Berlin), Regina Guhl (Dramaturgin, Graz), Ring Award-Gewinnerin 1997 Katrin Lea Tag (Bühnengestalterin, Wien) sowie Susanne Herrnleben (Moderation, Zürich) – setzt sich mit dem Thema „Welches Medium braucht ein Stoff?“ auseinander und reflektiert dabei die große Palette heutiger medialer Ausdrucksmöglichkeiten.
 
Im Anschluss an den Round Table präsentiert Claudia Weyringer die Ring Award 14- Ausschreibung, verlautbart die Wettbewerbsoper und gibt die Zusammensetzung der hochkarätigen Ring Award- und Intendanten-Jurien bekannt.

MUSIKALISCHER „LIEBESTRANK“

Donizettis L’ELISIR D’AMORE feiert in der Regie von RING AWARD 05-Semifinalist Damiano Michieletto am 17. November 2012 Premiere an der Oper Graz.

Der in Venedig geborene, dort in moderner Literatur und in Mailand als Opern- und Schauspielregisseur ausgebildete Damiano Michieletto darf wieder in Graz begrüßt werden. Bekannt ist er einigen schon aus dem RING AWARD 05-Semifinale, wo er und sein Team C.A.P. 30123 in der Montagehalle der Grazer Oper für ihr Konzept zu Mozarts LE NOZZE DI FIGARO ausgezeichnet wurden. Jetzt kehrt er auf die Hauptbühne der Oper Graz zurück und inszeniert Donizettis L’ELISIR D’AMORE. Um die überzeitlich gültige Wahrhaftigkeit der Gefühle, die Donizetti in seiner Oper thematisiert, deutlicher zur Geltung zu bringen, transferiert Michieletto in seiner bunten und rasanten Inszenierung das Geschehen von einem baskischen Bergdorf des 18. Jahrhunderts in unsere Gegenwart.
 
Die Koproduktion mit Palacio de la Música de Valencia und Teatro Real Madrid feiert am 17. November 2012 Premiere an der Oper Graz.

RING AWARD 14 Sujet

Anmeldung ab 22.11.

Im Zeitraum von 2012 bis 2014 wird bereits zum siebenten Mal in Graz der Internationale Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung durchgeführt. Die Eröffnungsveranstaltung, „Opening 2012 des Ring Award 14“, findet am 22. November 2012 um 19.30 Uhr im Kinder- und Jugendtheater Next Liberty statt.

Zeitgleich startet die Online-Anmeldung.
Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG AM KOSMOSTHEATER

Esther Muschol, RING AWARD 05-Semifinalistin, inszeniert Juli Zehs SCHILF

Eine Entführung, ein tödliches Missverständnis und eine unmögliche Liebesgeschichte – das sind die Eckpfeiler von Juli Zehs Roman SCHILF, in dem ein atemberaubender Kriminalfall beschrieben wird, der mit tragischer Präzision und grausamer Komik dem Universum menschlicher Unzulänglichkeiten in die Eingeweide schaut. RING AWARD-Semifinalistin Esther Muschol bringt Juli Zehs 2007 erschienenes Werk als österreichische Erstaufführung auf die Bühne des KosmosTheater in Wien. Premiere ist am 30. Oktober 2012.

DER TOD ALS ULTIMATIVES KUNSTWERK

RING AWARD 05-Semifinalist Hendrik Müller und die Freiburger Young Opera Company zeigen Claude Viviers KOPERNIKUS

Mit Viviers bedeutender Oper KOPERNIKUS (Opéra-rituel de mort) bringt die Young Opera Company ein rares Stück Musiktheater auf die Bühne, das die Genialität der Musiksprache eines hierzulande noch viel zu wenig beachteten Komponisten zum Ausdruck bringt. Für die Regie verantwortlich ist Hendrik Müller.

Der Berliner Regisseur Hendrik Müller war beim RING AWARD 05 unter den prämierten Semifinalisten. Ein Jahr später gewann er beim RING AWARD Nachwettbewerb in Budapest, bei dem eine Fachjury im Rahmen des Mozartjahres aus den besten sechs Teams von 2005 erneut einen Gewinner ermittelte, den 3. Preis für sein Inszenierungskonzept zu LE NOZZE DI FIGARO.

In der Freiburger Christuskirche widmet er sich nun Viviers höchst eigenwilliger Klangsprache, die Einflüsse Messiaens und fernöstlicher Musik verrät und dem Werk im Zusammenspiel mit der ritualisierten Aktion eine sakrale Aura verleiht. Hierfür lässt er Elemente aus Musik-, Tanztheater und bildender Kunst zu einer imaginativen Bilderwelt verschmelzen, die die herkömmlichen Parameter von Zeit und Raum, Traum und Wirklichkeit, Leben und Tod verschwimmen lassen. Premiere ist am 26. Oktober 2012.

Peter Konwitschny © Werner Kmetitsch/ Oper Graz

RING AWARD-Jurymitglied Peter Konwitschnys vielgerühmte LA TRAVIATA wird in der Oper Graz wiederaufgenommen

Peter Konwitschny, international gefeierter und preisgekrönter Regisseur und seit vielen Jahren in der RING AWARD-Jury vertreten, brachte an der Grazer Oper bereits vielbeachtete Inszenierungen auf die Bühne. Am 22. Jänner 2012 wurde mit Spannung seine Inszenierung von Verdis LA TRAVIATA mit Marlis Petersen als Violetta erwartet. Er inszenierte Verdis Melodram in Graz zum ersten Mal. Die Premiere wurde von der internationalen Presse intensiv besprochen und bescherte der Oper Graz einen großen Publikumserfolg und zahlreiche ausverkaufte Vorstellungen. Die Produktion wurde nicht nur zum Stadtgespräch, sondern darüber hinaus im Fernsehen übertragen, auf DVD veröffentlicht und mittlerweile auch in Nürnberg präsentiert.

Konwitschny bringt die Geschichte von der todkranken Kameliendame in einer entstaubten und ganz auf seine großartige Hauptdarstellerin Marlis Petersen zugeschnittenen Inszenierung auf die Bühne und siedelt dabei seine TRAVIATA auf einer beinahe leeren Bühne an, einzig sieben Vorhänge dienen als Kulisse – mit umso größerer Symbolkraft: “Die Vorhänge sind einfach ein Symbol für unsere Lebensphasen, die wir durchschreiten, bis dann mal die letzte kommt”, so Konwitschny. Und so steht Violetta zum Schluss auch ganz allein auf der nackten, schwarzen Bühne. Am 11. Oktober 2012 gibt es wieder die Chance, diese vielbeachtete Inszenierung hautnah zu erleben.

RING AWARD 2005 SEMIFINALIST AM THEATER AN DER WIEN

Regisseur Damiano Michieletto inszeniert gleich zwei Mal in Österreich

Der Regisseur und RING AWARD 2005 Semifinalist Damiano Michieletto kehrt am 17. November 2012 mit Gaetano Donizetti L’ELISIR D’AMORE, einer Koproduktion von Palacio de la Música de Valencia und Teatro Real Madrid, an die Oper Graz zurück.  Ein Wiedersehen in Österreich gibt es aber schon vorher am Theater an der Wien, wo er für die Inszenierung von Puccinis IL TRITTICO verantwortlich zeichnet. Am 10. Oktober hebt sich dafür der Vorhang. Der aus Venedig stammende Damiano Michieletto hat sich in kurzer Zeit international als einer der interessantesten Vertreter der jungen Generation italienischer Regisseure profiliert. Er studierte Opern- und Schauspielregie an der Scuola d’Arte Drammatica «Paolo Grassi» in Mailand und promovierte über moderne Literatur an der Universität in Venedig.

TANNHÄUSER UND DER SÄNGERKRIEG AUF WARTBURG

Aron Stiehl, RING AWARD 1997 Semifinalist, inszeniert am Staatstheater Karlsruhe

Der deutsche Regisseur Aron Stiehl konnte 1997 beim ersten RING AWARD mit seinem Konzept zu Richard Wagners RHEINGOLD im Semifinale das Publikum wie auch die Jury begeistern. 15 Jahre später darf man sich wieder auf eine Wagner-Inszenierung in der Regie von Aron Stiehl freuen. Bereits zum Wagner-Jahr 2013 bereitet das Staatstheater Karlsruhe eine Aufführung von TANNHÄUSER vor, die an Wagners Ausspruch „Kinder, schafft Neues!“ anknüpft. Die Premiere findet am 7. Oktober 2012 statt. Die Künstlerin rosalie wird dazu einen visionären Lichtraum gestalten, in dem Aron Stiehl das Drama um den Künstler Tannhäuser inszeniert.

rosalie hat auf dem Grünen Hügel bereits den RING DES NIBELUNGEN ausgestattet, Aron Stiehl wird im Wagner-Jahr zum ersten Mal in Bayreuth am 8. Juli in der Oberfrankenhalle Wagners Frühwerk DAS LIEBESVERBOT in Koproduktion mit der Oper Leipzig inszenieren. Aron Stiehl wurde in Wiesbaden geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg unter der Leitung von Götz Friedrich das Fach Musiktheater-Regie, Abschluss mit Auszeichnung. Von 1996 bis 2001 war er als Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper engagiert, dort inszenierte er 2001 DIDO UND AENEAS und 2005 MEDUSA, ein Auftragswerk der Staatsoper.

Claudius Körber (c) Lupi Spuma

Bodó trifft auf Kafka

Der 1978 in Budapest geborene Regisseur Viktor Bodó inszeniert mit AMERIKA nach dem Roman von Franz Kafka zum siebten Mal am Schauspielhaus Graz, dem Austragungsort des RING AWARD 14-Finales. Wie in den vergangenen Jahren mischt Bodó das Grazer Ensemble mit den SchauspielerInnen seiner Sputnyik Shipping Company.

Am Schauspielhaus Graz entstanden in dieser Kombination in den vergangenen Spielzeiten bereits vielbeachtete Inszenierungen: Mit ALICE nach Lewis Carroll wurde das Haus zu mehreren Gastspielen, unter anderem zu den Salzburger Festspielen 2009 und zum Radikal jung Festival München 2008, eingeladen. 2008 gewann der ungarische Theatermagier damit den österreichischen Nestroy-Theaterpreis für die Beste Ausstattung. In der Spielzeit 2008/09 inszenierte Bodó Peter Handkes DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN, mit der er zum Berliner Theatertreffen 2010 eingeladen sowie in Moskau mit der Goldenen Maske in der Kategorie Beste ausländische Aufführung ausgezeichnet wurde. In der Spielzeit 2009/10 inszenierte er in Graz LILIOM von Ferenc Molnár und in der darauffolgenden Spielzeit DER MEISTER UND MARGARITA nach dem Roman von Michail Bulgakow.

Am 28. September 2012 eröffnet er am Grazer Schauspielhaus die Spielzeit 2012/13 mit Kafkas Aufbruchsroman AMERIKA. In der Rolle des Karl Roßmann ist Claudius Körber zu sehen, der 2011 beim Nestroy Theaterpreis für seine Darstellung in PEER GYNT und HAMLET in der Kategorie ‘Bester Nachwuchs’ nominiert war.

Nestroy 2012

3 Nominierungen und ein Preis für das Schauspielhaus Graz

Schauspielhaus Graz Intendantin Anna Badora, Vorsitzende der Intendanten- Jury des RING AWARD 14, die auch 2014 ihr Haus und ihre Bühne wieder für das Finale des RING AWARD zur Verfügung stellt, hat allen Grund zur Freude. Bei der diesjährigen Nestroy-Theaterpreisverleihung am 5. November ist das Grazer Theater gleich in drei Kategorien vertreten. Die Uraufführung GEISTER IN PRINCETON, die Eröffnungsinszenierung der Spielzeit 2011/12 in der Regie von Anna Badora und zugleich Daniel Kehlmanns erstes Theaterstück, ist in drei Kategorien nominiert.


 
Ensemblemitglied Steffi Krautz darf als Beste Schauspielerin auf eine Trophäe hoffen, Johannes Silberschneider ist für seine grandiose Darstellung des zukunftsweisenden Mathematikgenies Kurt Gödel als Bester Schauspieler nominiert, und die Produktion ist als solche von der Jury als eine der besten Bundesländer-Inszenierungen ausgewählt worden. Erfolgsautor Daniel Kehlmann (u. a. DIE VERMESSUNG DER WELT) darf sich jetzt schon über den Nestroy-Preis für das Beste Theaterstück des Jahres freuen.
 
Der RING AWARD gratuliert dem Schauspielhaus Graz und Daniel Kehlmann für die Auszeichnung und drückt für die Preisverleihung am 5. November die Daumen.

MANON LESCAUT

Oper Graz startet mit MANON LESCAUT in die neue Spielzeit

Oper Graz Intendantin Elisabeth Sobotka wird auch beim RING AWARD 14 den Vorsitz in der Ring Award-Jury führen. In den letzten Jahren ermöglichte sie es den jungen RING AWARD-Nachwuchstalenten immer wieder, ihre Konzepte auf der Bühne der Oper Graz einem großen Publikum zu präsentieren. Die gebürtige Wienerin war von 1994 bis 2002 als Chefdisponentin und Betriebsdirektorin an der Wiener Staatsoper tätig. Von 2002 bis Ende 2007 hatte sie an der Staatsoper Unter den Linden Berlin die Position der Operndirektorin inne. Ab 1. Jänner 2015 ist sie künstlerische Leiterin der Bregenzer Festspiele.

Mit der Premiere von Puccinis MANON LESCAUT startet sie am 6. Oktober 2012 aber zunächst in ihre vierte Spielzeit in Graz. Für die Inszenierung zeichnet der norwegische Regisseur Stefan Herheim verantwortlich, der bereits dreimal von der Zeitschrift „Opernwelt“ zum Regisseur des Jahres gewählt wurde: 2007 für den Essener DON GIOVANNI, für seine Regie des PARSIFAL bei den Bayreuther Festspielen 2008, und 2010 für seine ROSENKAVALIER-Inszenierung an der Staatsoper Stuttgart. In Graz inszenierte er bereits CARMEN und RUSALKA.

Jim Lucassen COSI FAN TUTTE

Erfolgreicher RING AWARD 08-Teilnehmer Jim Lucassen inszeniert an der Opéra National de Lorraine

Der holländische Regisseur Jim Lucassen gewann mit seinem Inszenierungskonzept zu Verdis RIGOLETTO beim RING AWARD 08 den Sonderpreis des Theater Heidelberg. Seinen vielversprechenden Entwurf präsentierte er an der Oper Graz und der Komischen Oper Berlin. Mit zwei weiteren RING AWARD Teams wagte Lucassen auch den Sprung über den Atlantik und präsentierte im Dezember 2008 sein Konzept in New York auf Einladung des Austrian Cultural Forum New York (acfny) vor Gästen des acfny, der NY Wagner Society und der MET.

Als Gewinner des RING AWARD-Sonderpreises wurde er 2009 mit der Inszenierung „seines“ RIGOLETT0 am Theater Heidelberg beauftragt. Mit dieser Premiere am Theater Heidelberg feierte Lucassen zugleich erfolgreich sein Deutschlanddebüt. Diese Produktion wurde vom Badischen Staatstheater Karlsruhe übernommen und im November 2011 zur Aufführung gebracht.

Nun zeichnet er, mit Premiere am 25. September 2012, für die Regie von Mozarts COSI FAN TUTTE an der Opéra National de Lorraine in Nancy verantwortlich.

Weitere herausfordernde Projekte warten auf den jungen Regisseur, der u. a. bei Robert Carsen, Peter Sellars, Harry Kupfer sowie Ursel & Karl-Ernst Hermann als Assistent wirkte. Im Herbst 2012 bringt er Jules Massenets WERTHER auf die Bühne des Salzburger Landestheaters, und im September 2013 wird er in Frankfurt, an einem der führenden Opernhäuser Europas, die Saison 2013/14 mit Dvořáks RUSALKA eröffnen.

 

FENSTER ZUR SEELE

Eine Oper von geradezu atemberaubender emotionaler Wucht.

Die tief berührende Geschichte um Jenůfa und ihre Stiefmutter, die Küsterin, spielt in einer Gesellschaft, in der Enge, Angst vor der Zukunft und erstarrte Moralvorstellungen herrschen. Regisseur Dmitri Tcherniakov bringt diese nun als Spielzeiteröffnung am Opernhaus Zürich auf die Bühne.
 
Der Humanist Janáček führt in dieser Oper in die emotionalen Extremsituationen von Eifersucht, Gewalt, Scham, Schuld und Sühne. Mit seiner Musik wollte er ‚Fenster zu den Seelen der Menschen’ öffnen. Der psychologisch dichte Erzählton, mit unverwechselbarem Sprechrhythmus und markanten Sprachmelodien, wurde von Janáčeks Zeitgenossen nicht sofort verstanden. Lange Zeit war die Oper nur in der entstellenden Version der Prager Erstaufführung von 1916 zu sehen. Erst seit 1981 ist die Originalfassung der Partitur wieder zugänglich. Diese Fassung liegt auch der Zürcher Neuinszenierung zugrunde. Für Inszenierung und Ausstattung zeichnet Dmitri Tcherniakov verantwortlich.

Dmitri Tcherniakov, 1970 in Moskau geboren, schloss sein Studium an der Russischen Akademie für Theaterkunst 1993 ab. Seither inszenierte er zahlreiche Opern und Schauspiele sowohl in Russland als auch im Ausland. Die Bühnenbilder dazu entwirft er in der Regel selbst. Er hat viele russische Theaterpreise gewonnen, darunter die renommierte Goldene Maske. In den vergangenen Spielzeiten wurde er mehrfach in Russland als Opernregisseur des Jahres genannt. Fabio Luisi dirigiert mit Jenůfa seine erste Janáček-Oper und eröffnet damit seine Amtszeit als Generalmusikdirektor in Zürich.

Premiere ist am 23. September 2012 am Opernhaus Zürich.

Andreas Homoki (c) T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

‚MOTTO DER ÖFFNUNG’

Mit Beginn der Saison 2012/13 übergibt Alexander Pereira die Intendanz am Opernhaus Zürich an Andreas Homoki. Der 50-jährige Homoki leitete zehn Jahre die Komische Oper Berlin, hat sie als Intendant und Regisseur geprägt und zu einer der beliebtesten Musikbühnen Deutschlands gemacht.
 
Für seinen Intendanzantritt in Zürich wurden zahlreiche Neuerungen sowohl im künstlerischen Programm als auch im Personal bekannt gegeben. In der Saison 2012/13 wird es bei den Opern nicht mehr 13, sondern nur noch 9 Neuproduktionen geben; die Zahl der Ballettpremieren bleibt mit 3 unverändert. Um mehr Zeit für Proben zu gewinnen und den Ensemblegeist zu stärken, wird die Zahl der Vorstellungen um insgesamt 10 Prozent reduziert. Unter dem ‚Motto der Öffnung’ findet eine Akzentverschiebung im Repertoire und bei den Ausführenden statt. Dem Publikum wird eine Fülle von Debüts bei RegisseurInnen, Dirigenten und SängerInnen geboten –  so wirken sämtliche RegisseurInnen zum ersten Mal am Operhaus Zürich. Neben dem Kernrepertoire, das mit Klassikern wie Mozart, Wagner und Verdi aufwartet, bekommen das 20. Jahrhundert und die Barockoper sowie die Kinderoper mehr Gewicht. Für die Sängerbesetzungen steht Homoki die Operndirektorin Sophie de Lint zur Seite.


 
Fabio Luisi, der wieder den Titel Generalmusikdirektor führt, löst Daniele Gatti in der Rolle des Chefdirigenten ab. Obwohl Luisi gleichzeitig an der New Yorker Met als Erster Gastdirigent für den gesundheitlich angeschlagenen James Levine zusätzliche Verpflichtungen übernehmen wird, dirigiert er in Zürich in der ersten Saison drei Neuproduktionen, drei Wiederaufnahmen und vier von sieben Philharmonischen Konzerten, die Robert Schumann ins Zentrum stellen. Bei den Opern des 20. Jahrhunderts lässt er sich von anderen Dirigenten vertreten. Für das Orchester, das künftig ‚Philharmonia Zürich’ heißen wird,  sind Gastspiele in der Schweiz und über dessen Grenzen hinaus geplant, die seinen Wirkungskreis erweitern sollen.

Der neue Dramaturg Claus Spahn, ehemaliger Musik-Redakteur bei der deutschen Wochenzeitung DIE ZEIT, will in Zürich eine ganze Palette von verschiedenen Theater-Ästhetiken anbieten. Bei bekannten Opern sollen neue Lesarten entwickelt werden; der vieldiskutierte deutsche Regisseur Sebastian Baumgarten wird dies bei Mozarts DON GIOVANNI versuchen. Mit Spannung wird auch das Händel-Projekt SALE in der Regie von Christoph Marthaler erwartet.

Christian Spuck wird Heinz Spoerli als neuer Ballettdirektor nachfolgen. Er will sowohl klassisches als auch zeitgenössisches Ballett zeigen und neben seinen eigenen Arbeiten nach und nach auch die wichtigsten Choreografen ans Haus bringen.

Der Freischütz (c) Christian Kaufmann

ABSTIEG IN DIE WOLFSSCHLUCHT

Das Stadttheater Klagenfurt startet mit vier Premieren und einer ‚Langen Nacht der kurzen Musik’ in die erste Spielzeit unter der Intendanz von Florian Scholz.
 
Die große Eröffnungspremiere im Musiktheater geht am 13. September 2012 mit der Oper DER FREISCHÜTZ von Carl Maria von Weber unter der musikalischen Leitung des designierten Chefdirigenten Alexander Soddy über die Bühne. Regie führt Anna Bergmann, in den Hauptrollen wirken Celine Byrne als Agathe und Stephan Rügamer als Max. Das Ännchen singt die in Kärnten geborenen Sopranistin Eva Liebau. Bei dieser Produktion werden auch erstmals Mitglieder des Ensembles zum Einsatz kommen. Carl Maria von Webers romantische Oper in drei Aufzügen kombiniert Heiter- Ländliches mit der diabolisch-schaurigen Sphäre der Wolfsschlucht. Bei näherer Betrachtung offenbart die so friedlich erscheinende Dorfgemeinschaft albtraumhafte Züge. Eindrücklich schildert die Oper die Nöte, die sich für zwei Liebende daraus ergeben.

INTENDANTEN- WECHSEL

Florian Scholz geht ans Stadttheater Klagenfurt

Der 41-jährige Deutsche Florian Scholz wird ab der Spielsaison 2012/13 neuer Intendant des Stadttheaters Klagenfurt. Es kommt quasi zu einem Austausch – der scheidende Klagenfurter Intendant Josef Köpplinger geht nach München ans Staatstheater am

Gärtnerplatz, Scholz kommt von der Bayrischen Staatsoper in München nach Klagenfurt.
 
Florian Scholz wurde 1970 in Heidelberg geboren, absolvierte eine Schauspielausbildung in Paris und Berlin sowie in Zürich. Zunächst als Schauspieler und Regisseur in Berlin tätig, war er später Referent des Generalintendanten am Deutschen Nationaltheater in Weimar. 2005/06 arbeitete er als Assistent von Gerard Mortier an der Oper in Paris, wurde dann Referent des Staatsintendanten Nikolaus Bachler an der Bayerischen Staatsoper, wo er seit 2008 als Direktor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte fungierte. Seit 2009 ist er auch Vorstandsmitglied des Verbandes Europäischer Opernhäuser. Beim RING AWARD 2014 wird Scholz als Mitglied der Intendantenjury tätig sein.

Die erste Spielzeit von Florian Scholz am Stadttheater Klagenfurt widmet sich dem Thema NATURGEWALTEN – es wird in allen Produktionen in der einen oder anderen Form verhandelt.

Junge, aufstrebende Regisseure, die bereits an bedeutenden internationalen Häusern erfolgreich für Aufsehen sorgten, konnten für die Inszenierungen der einzelnen Werke gewonnen werden. Nach langer Zeit wird es im Stadttheater Klagenfurt erneut ein kleines Ensemble mit drei Mitgliedern für Musiktheater und sieben Mitgliedern im Schauspiel geben. Weiterhin treten auch zahlreiche namhafte Gäste auf, so dass es ein Zusammenspiel geben wird von DarstellerInnen, die fest mit dem Haus verbunden sind, und vielen KünstlerInnen, die für eine bestimmte Rolle eingeladen werden. Drei Studioproduktionen, ein abwechslungsreiches Stadttheater-Programm und der Theatersommer ergänzen die zwölf großen Bühnenproduktionen.

INTERNATIONAL NETWORK

GET CONNECTED …

Die neu designte Website des RING AWARD bietet seinen ehemaligen TeilnehmerInnen eine angemessene Plattform für ihr kreatives Schaffen.

Alle TeilnehmerInnen erhalten die Möglichkeit, mit ihrer eigenen Website unter der Rubrik TEILNEHMERINNEN präsent zu sein. Bitte schicken Sie uns eine Email an ringaward2014@gmail.com, wir verlinken Sie gerne bei uns.

x3

MONTEVERDI MAL 3

Mit den drei vollständig erhaltenen Opern Claudio Monteverdis fällt der Startschuss für die Spielzeit 2012/13 an der Komischen Oper Berlin. Die Trilogie verspricht zwölf Stunden an vielfältigen Sinneseindrücken. Für die Ausstattung zeichnet Katrin Lea Tag verantwortlich. Die gebürtige Berlinerin gewann 1997 mit ihrer Ausstattung für das 1. Bild von Wagners Das Rheingold den 1. Preis bei der ersten Ausgabe des RING AWARD.

Premiere ist am 16. September.

Barrie Kosky © Gunnar Geller

Musiktheatermarathon

Intendant Barrie Kosky hat Großes für die Komische Oper Berlin geplant. Zur Eröffnung seiner neuen Intendanz steht der Marathon von  12 Stunden Musiktheater mit fast 200 beteiligten KünstlerInnen auf dem Spielplan. Im Fokus steht eine Trilogie aus Claudio Monteverdis Hauptwerken ORFEO, ULISSE und POPPEA. Es handelt sich sicherlich um eines der ungewöhnlichsten aktuellen Musiktheaterprojekte.

SOCIAL MEDIA

FACEBOOK

Mit der Neugestaltung der Website gibt es nun auch eine neue RING AWARD Facebook- Seite. Lesen Sie in unserer Chronik, was bisher geschah, erfahren Sie zeitnah mehr zu Neuigkeiten und durchstöbern Sie unser Bildarchiv mit den Highlights der letzten Wettbewerbe.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch zwischen den Mitgliedern und auf Ihr anregendes Feedback.

Dietmar Schwarz © Pablo Castagnola

Intendantenwechsel in Berlin

Dietmar Schwarz folgt Kirsten Harms (seit 2004 im Amt) als Intendant an die Deutsche Oper Berlin.

Schwarz, der eigentlich bis 2016 als Operndirektor des Theaters Basel wirken sollte, geht mit Beginn der Spielzeit 2012/13 in die Deutsche Bundeshauptstadt. Unter seiner Leitung wurde die Basler Oper in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“ zwei Mal in Folge zum „Opernhaus des Jahres“ (2009 und 2010) gewählt.

DAVID HERMANN

ERÖFFNUNGSPREMIERE FÜR DAVID HERMANN

David Hermann, international vielbeachteter Regisseur, konnte 2000 beim zweiten RING AWARD-Wettbewerb zu Richard Wagners PARSIFAL, den er gewann, sein Können als Regisseur unter Beweis stellen. 2012 eröffnet er den Intendanzantritt von Dietmar Schwarz an der Deutschen Oper Berlin mit DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN von Helmut Lachenmann. Premiere ist am 15. September.

REDESIGN

REDESIGN

Der RING AWARD 2014 präsentiert sich in seinem neuen Erscheinungsbild:
Finden Sie viele Informationen zum RING AWARD, zu dessen Geschichte, TeilnehmerInnen und Jury sowie Eindrücke und Fotos aus den vergangenen Jahren auf unserer neuen Website.

Wir wünschen Ihnen viel Freude!