RING AWARD Jury

Elisabeth Sobotka, Intendantin Oper Graz
Vorsitzende der RING AWARD Jury

Elisabeth Sobotka studierte Musikwissenschaft und diplomierte mit einer Arbeit über den Dirigenten Franco  Faccio. Anschließend arbeitete sie in den künstlerischen Betriebsbüros der Salzburger Festspiele und Jeunesses musicales in Wien. Louwrens Langevoort holte sie 1992 nach Leipzig, wo sie zweieinhalb Jahre mit Udo Zimmermann zusammenarbeitete. Ab 1994 war sie acht Jahre lang Chefdisponentin der Wiener Staatsoper. Im Herbst 2002 wurde sie von Daniel Barenboim und Peter Mussbach als Operndirektorin der Berliner Staatsoper Unter den Linden engagiert. Seit September 2009 ist Elisabeth Sobotka Intendantin der Grazer Oper. Ab 1. Jänner 2015 wird sie künstlerische Leiterin der Bregenzer Festspiele.

Gerhard Brunner

Gerhard Brunner wurde in Villach geboren und studierte in Wien Rechtwissenschaften. Von 1958 bis 1975 freischaffender Journalist für Zeitungen, Zeitschriften und Rundfunkstationen, u. a. „Stuttgarter Zeitung“, „Die Welt“, „Kronen Zeitung“, „Express“, „Neue Zeit“, „Kurier“, „Basler Zeitung“, „Neue Zürcher Zeitung“, „Frankfurter Allgemeine“, „Süddeutsche Zeitung“, „Die Zeit“ und „Opernwelt“ sowie WDR, NDR, HR, SFB und ORF. Mitarbeiter an den Enzyklopädien „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“ (Bärenreiter) und „The New Grove Dictionary of Music and Musicians“ (Macmillan).  Von 1968 bis 1970 fungierte er als Lehrbeauftragter an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Weitere berufliche Highlights waren u. a. 1981-1987 Anstellung als Lehrbeauftragter am Institut für Theaterwissenschaften, Universität Wien; 1976-1990 Direktor (1990-1991 künstlerischer Berater) des Balletts der Wiener Staatsoper; 1976 künstlerischer Berater für das New Dance Festival beim „steirischen herbst“, Graz; 1969 künstlerischer Berater für das Ballettfestival der Wiener Festwochen; 1982 Gründer und Künstlerischer Leiter der Wiener Internationalen Festivals TANZ ’82, ’84, ’86, ’88, ’90, ’92, ’94, ’96, ImPuls/TANZ’98.
1990-2001 Intendant der Vereinigten Bühnen Graz/Steiermark.
2001 fünffache Auszeichnung durch 50 Kritiker der Zeitschrift „Opernwelt“: „Opernhaus des Jahres“: Graz; „Aufführung des Jahres“: Falstaff; „Regisseur des Jahres“: Peter Konwitschny; „Bühnenbildner des Jahres“: Jörg Koßdorff; „Sänger des Jahres“: Jaček Strauch.
1997-2008 Mitbegründer und Juror des RING AWARD, Internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnenbild (in Zusammenarbeit mit dem Wagner Forum Graz), 2001 Ehrenmitglied des Wagner Forum Graz.
Zu seinen Auszeichnungen zählen u. a.: 2001 Silberner Panther des Steirischen Blasmusikverbandes; 2001 Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Graz; 2001 Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark.

Peter de Caluwe, Intendant La Monnaie | de Munt, Belgische Nationaloper

Peter de Caluwe (1963 in Belgien geboren) studierte Literatur- und Theaterwissenschaften an den Universitäten Ghent, Brüssel und Antwerpen. Er erwarb seinen Magistertitel mit einer Arbeit über Mise-en-scène in der Oper. Noch als Studierenden holte ihn Gérard Mortier ans Théâtre de la Monnaie in Brüssel, wo er im Anschluss als Dramaturg, Koordinator verschiedener Bildungsprojekte, internationaler Pressereferent und PR-Referent tätig war.
1989 rief ihn Pierre Audi ins neue Opernteam  an der Nederlandse Opera in Amsterdam. Dort begann er als Kommunikationsdirektor,  mit der Aufgabe, das neue künstlerische Profil in die Öffentlichkeit zu tragen. Ab 1994 nahm er die Position eines künstlerischen Betriebsdirektors ein, später die des Operndirektors.  2005 wurde Peter de Caluwe zum Intendanten von La Monnaie | de Munt, der Belgischen Nationaloper in Brüssel, ernannt. Er nahm dort seine Tätigkeit im Sommer 2007 auf.
Peter de Caluwe erfüllt verschiedene Beirats- und Vorstandsfunktionen in Belgien und im Ausland. 2007 erhielt er als Erster den Grad eines Master Honoris Causa der Brüsseler Kunsthochschule St. Luc.

Serge Dorny, Generaldirektor der Opéra National de Lyon

Serge Dorny wurde in Belgien geboren und studierte zunächst Kunstgeschichte, Archäologie, Musikwissenschaft und Kommunikationswissenschaft an der Universität sowie am Konservatorium in Gent. Erste Stationen seiner beruflichen Laufbahn waren das Théâtre de la Monnaie in Brüssel unter Gérard Mortier (1983) und das Festival von Flandern, dessen künstlerischer Leiter er im Jahr 1987 wurde. 1996 übernimmt Dorny die Generaldirektion und die künstlerische Leitung des London Philharmonic Orchestra. Seit Januar 2003 ist er Generaldirektor der Opéra National de Lyon. Neben diesen Aktivitäten ist Dorny bei diversen Wettbewerben beratend tätig: in Helsinki und Bamberg (Dirigat) und beim Internationalen Musikwettbewerb Königin Elisabeth (Gesang).

Veronika Kaup-Hasler, Intendantin steirischer herbst

Veronika Kaup-Hasler wurde 1968 in Dresden geboren und wuchs in Wien auf. Nach dem Abitur begann sie mit dem Studium der Germanistik, Theaterwissenschaft, Politikwissenschaft und Ethnologie. Den Universitätsabschluss machte sie 1993 im Fach Theaterwissenschaft.
Nach einem Engagement als Dramaturgin am Theater Basel von 1993 bis 1995 arbeitete Veronica Kaup-Hasler von 1995 bis 2001 bei den Wiener Festwochen als Festivaldramaturgin und ab 1998 als künstlerische Mitarbeiterin von Schauspieldirektor Luc Bondy. Neben dieser Tätigkeit war sie 1998 bis 2001 auch Lehrbeauftragte an der Akademie der Bildenden Künste in der Meisterklasse von Prof. Erich Wonder.
2001 bis 2004 leitete Veronica Kaup-Hasler das in Hannover und Braunschweig stattfindende, biennale Festival Theaterformen. Das Festival für avanciertes, zeitgenössisches Theater und Performance profiliert sich unter ihrer Leitung auch als ein Ort der Grenzüberschreitung hin zu anderen Künsten.
Ende September 2004 wurde Veronica Kaup-Hasler zur Intendantin des Gegenwartskunstfestivals steirischer herbst in Graz bestellt, welches sie seit 2006 leitet. Daneben ist sie als Jurorin in verschiedenen internationalen Jurys und Stiftungen tätig und seit 2008 Mitglied des Universitätsrates der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Veronica Kaup-Hasler ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter.

Peter Konwitschny, Regisseur

Peter Konwitschny kam in Frankfurt am Main zur Welt. Nachdem er in Berlin das Studium der Opernregie absolviert hatte, war er von 1971 bis 1979 als Regieassistent am Berliner Ensemble engagiert. Seit 1980 inszeniert er im gesamtdeutschen Sprachraum. Mittlerweile sind seine Arbeiten auch in Amsterdam, Barcelona, Kopenhagen, Lissabon, Moskau, Oslo und Japan zu sehen. Theatergeschichtliche Bedeutung erlangte sein konzeptioneller und struktureller Neuansatz bei der szenischen Interpretation Händelscher Opern, mit dem er ab 1984 eine Ära der Händelpflege in Halle begründete. Ebenso eröffneten seine Interpretationen von Parsifal und Tristan und Isolde (München), Tannhäuser (Dresden), Lohengrin und Die Meistersinger von Nürnberg (Hamburg), Götterdämmerung (Stuttgart) und Der fliegende Holländer (Moskau) eine neue Phase der Auseinandersetzung mit dem Werk Richard Wagners. Ab 1998 Konzentration der Arbeit an der Hamburgischen Staatsoper zusammen mit Ingo Metzmacher, dort elf Inszenierungen bis 2005, wofür die Hamburgische Staatsoper als „Opernhaus des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Wichtige Inszenierungen der letzten Jahre waren u. a. Don Carlos und Moses und Aron (Hamburg), Elektra (Kopenhagen), Don Giovanni, Così fan tutte und Das Land des Lächelns (Komische Oper Berlin), Al gran sole carico d’amore (Hannover) und Salome (Amsterdam). Peter Konwitschny wurde von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ insgesamt fünf Mal als „Regisseur des Jahres“ ausgezeichnet, erhielt 1993 den Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste, 2005 – als erster Opernregisseur – den Theaterpreis Berlin und 2007 den Theaterpreis des Internationalen Theaterinstituts. Er ist Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, Leipzig, Hamburg und Dresden. Seit 2002 hat er eine Honorarprofessur an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin inne, und von 2008 bis 2011 war er Chefregisseur der Oper Leipzig, an der er u. a. Alkestis und Iphigenie in Aulis inszenierte. Erstmals an der Oper Graz arbeitete er 1991 (Die verkaufte Braut). Hier folgten u. a. MadamE Butterfly, Die Entführung aus dem Serail, Aida, La Bohème, Macbeth, Falstaff (2001 von der „Opernwelt“ zur „Aufführung des Jahres“ gewählt), und schließlich 2011 La traviata und Pique Dame. Shakespeares König Lear inszenierte er 2009 am Schauspielhaus Graz, wo im Dezember 2012 seine Inszenierung von Goethes Faust Premiere hat. Im Sommer 2013 inszeniert er am Theater an der Wien Verdis Attila.

Barrie Kosky, Intendant Komische Oper Berlin

Barrie Kosky wurde in Melbourne/Australien geboren. Nach einer profunden musikalischen Ausbildung in Klavier und Musikgeschichte an der dortigen Universität wandte er sich der Regie zu, stand aber in vielen seiner Produktionen auch immer wieder selbst auf der Bühne oder saß am Klavier. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.
In seinem Heimatland Australien inszenierte der einer jüdischen Familie mit russisch-polnisch-ungarischen Wurzeln entstammende Kosky u. a. am Opernhaus Sydney, an der Queensland Opera, an der Victoria State Opera, mit der Sydney Theatre Company.
Von 1990 bis 1997 war Barrie Kosky Künstlerischer Leiter der Gilgul Theatre Company. 1996 übernahm er außerdem die Künstlerische Leitung des Adelaide Festival.
Von 2001 bis 2006 war Kosky Intendant des Schauspielhauses Wien. Seine Jazz-Version von Claudio Monteverdis Poppea, die beim Edinburgh International Festival, im Berliner Ensemble und im Sydney Opera House aufgeführt wurde, sowie seine Inszenierung von Monteverdis Orfeo bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik (Musikalische Leitung: René Jacobs) und an der Staatsoper Unter den Linden Berlin fanden große Beachtung.
Weitere Opern- und Schauspielproduktionen folgten u. a. an der Oper Bremen, am Aalto-Theater Essen, Peter Grimes, Aus einem Totenhaus (Faustpreis 2009 für „Beste Regie“) und Wagners Der Ring des Nibelungen an der Staatsoper Hannover, am Theater Basel, an der Bayerischen Staatsoper, am Deutschen Theater Berlin, sowie Tell-Tale Heart (Das verräterische Herz) beim Edinburgh International Festival und beim Sydney International Festival. Im Dezember 2010 inszenierte Barrie Kosky Herzog Blaubarts Burg/Dido und Aeneas an der Oper Frankfurt. In der Spielzeit 2011/12 führten ihn Projekte mit Rameaus Castor et Pollux an die English National Opera London und mit Shakespeares Der Kaufmann von Venedig an das Schauspielhaus Frankfurt.
2003 feierte seine allseits bejubelte Inszenierung von Ligetis Le Grand Macabre an der Komischen Oper Berlin Premiere. Mit Die Hochzeit des Figaro präsentierte er seine zweite Arbeit am Haus. Es folgten Glucks Iphigenie auf Tauris; Kiss me, Kate (von der TheaterGemeinde Berlin zur „Aufführung des Jahres“ gewählt), Rigoletto und Rusalka. 2012 inszenierte er hier Kurt Weills Die sieben Todsünden. Ab der Spielzeit 2012/13 wird er die Intendanz der Komischen Oper Berlin übernehmen.

Jörg Kossdorff

Jörg Koßdorff, in Graz geboren, studierte an der Technischen Hochschule Graz Architektur. Bereits als Kind wirkte er als Statist am Theater mit und arbeitete während des Studiums nebenbei bei den Vereinigten Bühnen Graz – zunächst als Assistent in der Technischen Direktion, ab 1967 auch als Bühnenbildner und schließlich 25 Jahre lang als Technischer Direktor. Nach dem überraschenden Abgang von Karen Stone übernahm er 2003 interimistisch das Amt des Intendanten an der Oper Graz, das er dann bis 2009 als Intendant ausüben sollte. Seit mehr als 50 Jahren war er im Grazer Opernhaus tätig, arbeitete mit Größen wie u. a. Axel Corti, Jorge Lavelli, Christian Pöppelreiter, Peter Konwitschny zusammen. Mit Christian Pöppelreiter verwirklichte er 23 Produktionen, die in Graz zu großen Erfolgen wurden. Pöppelreiter würdigte Koßdorff’s „metaphorische Bühnenräume“, in denen immer ein Geheimnis vibriert. Für sein Bühnenbild zu FALSTAFF wurde Jörg Koßdorff 2001 von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ als „Bühnenbildner des Jahres“ ausgezeichnet. In Anerkennung seiner Verdienste um das kulturelle Leben der Steiermark wurde ihm 2004 das Große Ehrenzeichen und 2009 das Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark verliehen. 2012 erhielt er die Bürgerwürde von der Stadt Graz.

Stephan Mösch

Stephan Mösch studierte Musik-, Theater- und Literaturwissenschaft in Berlin sowie Gesang an der dortigen Universität der Künste und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Er war Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Richard-Wagner-Stipendienstiftung. Noch während des musikpraktischen Studiums: Domgraf Fassbaender Preis 1989, Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb 1990.
Promotion mit einer Studie zu Boris Blacher (2002 erschienen im Metzler Verlag). Habilitation mit einer Arbeit über Wagners PARSIFAL: „Weihe, Werkstatt, Wirklichkeit. ‚Parsifal’ in Bayreuth 1882-1933“ (Bärenreiter Verlag, 2. Auflage 2012). Beide Monografien wurden mit Preisen ausgezeichnet.
Lehraufträge an den Universitäten Berlin (UdK),  Marburg, Wien und Zürich. Verantwortlicher Redakteur der Zeitschrift „Opernwelt“. Mitherausgeber des Jahrbuchs OPER und einer CD-Reihe. Langjähriger Autor im Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“; Radiosendungen für zahlreiche ARD-Anstalten; Fernsehmoderation für ARTE; Vortragstätigkeit im In- und Ausland; Konzeption und Durchführung von Kongressen in Berlin und Bayreuth/Thurnau.
Veröffentlichungen zur Musikgeschichte des 18. bis 21. Jahrhunderts, zu Theorie und Praxis des Gesanges, zur Librettogeschichte, zur Musikvermittlung und zum Thema Musik und Medien.
Jurymitglied u. a .: Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Berlin); Bundeswettbewerb Gesang (Berlin); Paula-Salomon-Lindberg-Liedwettbewerb (Berlin); Competizione dell’Opera (Dresden); Internationaler Wettbewerb für Liedkunst (Stuttgart); Concours Ernst Haefliger (Bern); Belvedere-Wettbewerb (Wien); RING AWARD – Internationaler Wettbewerb für Regie und Bühnengestaltung (Graz).

Dietmar Schwarz, Intendant Deutsche Oper Berlin

Dietmar Schwarz wurde in Biberach an der Riss geboren. Er studierte Literatur- und Theaterwissenschaft in München und an der Pariser Sorbonne. Seine Stationen waren das Theater Freiburg, das Bremer Theater und die Oper Frankfurt. Von 1990 bis 1993 war er Künstlerischer Leiter des Ruhrgebiets-Festivals Aufbrechen Amerika. 1994 kehrte er als leitender Dramaturg für Musiktheater an das Bremer Theater zurück. Ab 1998 war er Operndirektor am Nationaltheater Mannheim. Seit 2006 ist er Operndirektor am Theater Basel. Unter seiner Leitung wurde die Basler Oper in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Opernwelt“ zum „Opernhaus des Jahres 2009“ gewählt. Dietmar Schwarz übernimmt mit der Spielzeit 2012/13 die Intendanz der Deutschen Oper Berlin. Er tritt die Nachfolge von Kirsten Harms an, deren Vertrag im Sommer 2011 endet. In der Spielzeit 2011/12 wird die Deutsche Oper Berlin kommissarisch vom Generalmusikdirektor, Kaufmännischen Geschäftsführer und Operndirektor geleitet. Schwarz erhält einen Intendantenvertrag bis 2017.

Peter Spuhler, Generalintendant Staatstheater Karlsruhe

Peter Spuhler wurde 1965 in Berlin geboren. Er studierte Regie und Dramaturgie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und erhielt sein Diplom mit Auszeichnung sowie einen Preis des Österreichischen Wissenschaftsministeriums für seine Diplominszenierung. Nach diversen Hospitanzen und Regieassistenzen an verschiedenen Wiener Theatern arbeitete er 1990/91 als Dramaturg am Schauspielhaus Wien. Ab 1993 übernahm er für drei Jahre die Leitung des Kinder- und Jugendtheaters und war Regisseur und Dramaturg am Theater der Altmark/Landestheater Sachsen Anhalt-Nord in Stendal.  Später wechselte er zum Volkstheater Rostock, wo er während seiner Amtszeit verschiedene Leitungspositionen bekleidete. So war Spuhler leitender und geschäftsführender Dramaturg und übernahm die dortige Schauspieldirektion. Im Anschluss daran wurde Peter Spuhler zum Intendanten des Landestheaters Württemberg-Hohenzollern in Tübingen/Reutlingen gewählt. In Anerkennung seiner Arbeit erhielt er zum Abschied die Hölderlin-Medaille der Stadt. Ab der Spielzeit 2005/06 war Peter Spuhler Intendant des Theaters und Philharmonischen Orchesters der Stadt Heidelberg. Mit dem gewagten Spielplan, den er mit Deutschlands jüngstem Generalmusikdirektor, Cornelius Meister, Operndirektor Bernd Feuchtner und Schauspieldirektor Axel Preuß realisierte, erreichte er überregionales Ansehen. 1996 war Spuhler Mitbegründer des „Forums junge Dramaturgie“ innerhalb der Dramaturgischen Gesellschaft, deren langjähriges Vorstandsmitglied und deren Vorsitzender er seit 2007 ist. Darüber hinaus ist er Mitglied der Intendantengruppe des Deutschen Bühnenvereins, des Verleger- und Rundfunkausschusses des Bühnenvereins sowie Stellvertretendes Mitglied des Verwaltungsrats des Bühnenvereins und des Verwaltungsrats der Versorgungsanstalt der deutschen Bühnen. Immer wieder arbeitet er auch als Gastdozent, so an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Verbindung mit der dortigen Theaterakademie und an den Universitäten von Mannheim und Heidelberg. Seit Juli 2006 ist Peter Spuhler, der innerhalb seiner Heidelberger Intendanz auch die Festivals „Heidelberger Stückemarkt“, „Heidelberger Schlossfestspiele“ und „Winter in Schwetzingen“ verantwortet, Sprecher der Festivalgruppe der Metropolregion Rhein-Neckar, die sich mit der Profilierung der Metropolregion als Festivalregion beschäftigt. Darüber hinaus ist das Heidelberger Theater seit kurzem Mitglied von „Opera Europa“ und „European Theatre Convention (ETC)“, den beiden wichtigsten Verbänden der europäischen Theaterszene. Zur Spielzeit 2011/12 wechselte er als Generalintendant ans Staatstheater Karlsruhe.